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5 Punkte für die Talentsuche in der Arbeitswelt 4.0

5 Punkte für die Talentsuche in der Arbeitswelt 4.0

Wer die Industrie 4.0 und neue digitale Geschäftsmodelle und -prozesse umsetzen möchte, muss die Arbeitswelt 4.0 verstehen. Es geht darum, die Zukunft der Arbeitswelt proaktiv zu gestalten, ehe die bisherige Arbeitswelt veränderten unternehmerischen Anforderungen sowie veränderten Mitarbeiterbedürfnissen hinterherhinkt. Dies kann schnell passieren. Denn mit der digitalen Transformation und einer neuen Generation an Mitarbeitern erleben Unternehmen einen tief greifenden und schnellen Wandel. Die Bereitschaft, bei Bedarf in gänzlich neuen Paradigmen zu denken und die Arbeitswelt weiterzuentwickeln sowie die Fähigkeit, digitale Talente anzuziehen und zu binden, wird erfolgsentscheidend bei der Umsetzung der digitalen Transformation sein. Dies gilt insbesondere in einer Zeit, in der Kapital günstig ist und Menschen und Innovationen die tatsächlichen Erfolgsfaktoren sind.

  1. Recruiting 4.0 ist die Antwort auf eine komplexer werdende Arbeitswelt, wodurch die Mitarbeiterrekrutierung viele Facetten bekommt und sich dahingehend ein Perspektivwechsel aus der Sicht der Talente etabliert. Aus diesem Paradigmenwechsel ergeben sich wichtige Fragestellungen: Welche Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen sich Unternehmen, um einen besseren Zugang auf den Arbeitsmarkt zu haben, mit potentiellen MitarbeiterInnen in Beziehung zu treten oder unerschlossene Talentquellen zu finden? Sind die Möglichkeiten bei der Gestaltung von Jobangeboten, der Flexibilisierung von Arbeitsformen oder Ansprache von Zielgruppen ausgeschöpft? Je komplexer das ökonomische und technologische Umfeld, desto wichtiger wird die Talentsuche für den Erfolg des Unternehmens und desto anspruchsvoller und umfassender gestaltet sich auch die Rekrutierungsaufgabe. Im Sinne eines hohen Wertbeitrags ist Rekrutierung dabei mit allen Aufgaben zu verknüpfen, die Chancen für eine zukunftsfähige Struktur von Mitarbeitern und Fähigkeiten bieten.
  2. Active Sourcing wird als effizientes Tool in der Personalbeschaffung eingesetzt und beschreibt den Prozess, in dem mittels Identifikation und Direktansprache potentielle Talente aktiv gesucht und für Positionen aktiviert werden. Der Aufbau eines solchen Talentpools wird im Rahmen des Talent Managements gesteuert und sichert die Auswahl an passenden KandidatInnen. Denn die Personalbeschaffung steht in der Arbeitswelt 4.0 vor einer erheblichen Veränderung und fordert ein Umdenken seitens der Unternehmen. Spannende Talente auf dem klassischen Weg der einfachen Stellenanzeigen zu erreichen, wird für Unternehmen zunehmend schwerer, weswegen das Recruiting 4.0 oft auf professionelle Personaldienstleister übertragen wird. Das Ziel des Active Sourcing ist es dabei, die Talente durch persönlichen Kontakt langfristig an das Unternehmen zu binden, bis sie erfolgreich auf eine Vakanz vermittelt werden können. LinkedIn, Xing und weitere Social Media Kanäle wie Twitter oder Facebook sind wichtige digitale Plattformen, auf denen Talente für das Unternehmen aktiv angesprochen werden und sich Talente öffentlich präsentieren. Interim Recruiter erfüllen hier eine wichtige Schnittstellenfunktion, in dem sie unterstützend an das Unternehmen andocken und effizient die Talentsuche voranbringen.
  3. Employer Branding knüpft, als ein weiteres wichtiges Tool des Arbeitsmarkts 4.0, direkt daran an. Der Erfolg eines Unternehmens auf den Märkten resultiert maßgeblich aus der Fähigkeit, die technologischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen der Gegenwart sowie der Zukunft rechtzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Das Humankapital spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle und ist neben der Expertise, der Produktqualität oder Kundenorientierung, ein maßgeblicher Faktor für den unternehmerischen Erfolg. Letztendlich werden solche Unternehmen, die in der Lage sind, die besten Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen, gegenüber der Konkurrenz in Zukunft überlegen sein. Es gilt somit, geeignete Maßnahmen zur Schaffung eindeutiger Arbeitgeberpräferenzen bei den umworbenen Arbeitskräften einzuleiten. In Unternehmen kommt zur Planung und Umsetzung derselben das Personalmarketing zur Anwendung.
  4. Talente anstelle von Bewerbern ist die neue Perspektive in der Arbeitswelt 4.0, die, geprägt vom Fachkräftemangel, eine neue Dynamik in sich birgt. Seit Ende der 1990er Jahre prägt der Begriff War for Talents aufgrund einer Studie von McKinsey die Diskussion rund um das Talent Management (vgl. Michaels/Handfield-Jonas/Axelrod 2001: 1). Auch heute wird Talent Management zum Teil mit einem Kampf um die Besten assoziiert. Diese bewusste Begriffswahl soll aufzeigen, dass es für Organisationen überlebenswichtig ist, über Talente zu verfügen. Darüber hinaus können Organisationen so im umkämpften Markt um die Besten ermutigt werden, selbstbewusst und offensiv zu handeln. Sie müssen erkennen, dass sie auf sich selbst gestellt sind und für ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt eigenständig sorgen müssen (vgl. von der Oelsnitz/Stein/Hahmann 2007: 195). Um agil und effizient auf diese neuen Herausforderungen reagieren zu können, werden professionelle Personaldienstleister zunehmend wichtiger in der Arbeitswelt 4.0.
  5. Retention Management ist die Konsequenz des Arbeitsmarktes 4.0. Denn die langfristige Bindung (Retention) von Talenten an das Unternehmen wird zum obersten Ziel vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Qualifizierte MitarbeiterInnen in der Digital-, Tech- und IT-Branche sind nicht immer einfach zu finden. Sobald die perfekten Kandidaten gefunden wurden, liegt es nun am Unternehmen hier die Strukturen zu schaffen, in denen sich die Talente wohlfühlen und bleiben wollen.

Die Arbeitswelt 4.0 spielt also den Ball zu den Unternehmen. Es hat sich ein Angebotsmarkt etabliert, in dem BewerberInnen zu Talenten werden, die gezielt angesprochen, rekrutiert und gebunden werden. Der Fokus liegt dabei auf Berufen aus der Digital-, Tech- und IT-Branche, sodass hier, neben der digitalen Revolution, von einer gleichzeitigen HR-Revolution gesprochen werden kann, die in der Arbeitswelt 4.0 allen Talenten eine große Handlungsmacht zuspricht. Der daraus resultierende Gestaltungsspielraum birgt großes Potential für die Arbeitswelt der Zukunft, sodass Unternehmen zuversichtlich und mutig diese Herausforderungen annehmen sollten, um am Markt als attraktiver Arbeitgeber weiterhin Aufmerksamkeit zu bekommen und das perfekte Talent für sich zu gewinnen.

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DER richtige Jobtitel – Interesse vs. Ablehnung

DER richtige Jobtitel – Interesse vs. Ablehnung

Wie attraktiv kann ein Jobtitel sein und vor allem – wie spreche ich die richtige Zielgruppe an?

In Deinem Unternehmen ist eine neue Stelle zu besetzen? Du bist vielleicht sogar für die Vakanz verantwortlich?

Dann kennst Du bestimmte folgende Fragen: Wie formuliere ich einen Jobtitel, um eine möglichst große Reichweite zu generieren? Wie attraktiv kann ein Jobtitel sein und vor allem – wie spreche ich die richtige Zielgruppe an? Wie Du zukünftig den richtigen Jobtitel findest und dabei weder an Kreativität verlierst, noch beim Leser Fragezeichen aufwirfst, haben wir in diesem Beitrag zusammengetragen.

Jobtitel-früher und heute
Jobtitel früher und heute

Diese Grafik eines Twitter Nutzers beschreibt die aktuelle Arbeitsmarktsituation sehr gut: Waren es damals nur wenige Schlagwörter zur Beschreibung von Jobs, gibt es mittlerweile so viele Euphemismen, Internationalisierungen von Begriffen, dass man stets Gefahr läuft, den Überblick zu verlieren.

Oftmals wird der Jobtitel unterschätzt, der letztendlich aber eine große Wirkung auf die Bewerbungseingänge und die Aufmerksamkeit hat.
Denn letztendlich ist der Titel das Erste, was ein Leser in Stellenportalen oder auf Social Media Kanälen lesen kann. Und NEIN, der Leser möchte kein IT Hero als Darstellung einer Lego-Figur werden, noch als Digital Rockstar im nächsten MTV Video zu sehen sein…! Der Titel soll in möglichst einfachen Worten nahelegen, was er beim Klicken der Anzeige erwarten kann.

Ein guter Tipp an dieser Stelle, um zu prüfen, welche Keywords aktuell besonders relevant in der Google-Suche sind: Google Trends. Google Trends visualisiert die Nachfrage nach einzelnen Suchbegriffen im Netz, 

d.h.: wie viele Menschen haben in einem bestimmten  Zeitraum nach einem Begriff gesucht. Das heißt: Wenn Du mal wieder nicht weisst, ob Du lieber “Frontend Developer, Frontend Programmierer oder doch einen Frontend Entwickler” suchen sollst, hier der Vergleich:

Hier wird ganz klar der Trend gezeigt: Demnach sollte im Jobtitel Frontend Developer genannt werden. Diese einfache und kostenlose Möglichkeit sollte vor dem Post wahrgenommen werden.

Zuletzt sollte auch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) unbedingt beachtet werden. Das Ziel dieses Gesetzes ist es, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Das bedeutet im Umkehrschluss für den Jobtitel, immer AGG-konforme Bezeichnungen mit geschlechtsneutralen Jobtiteln zu verwenden und zu markieren, dass alle angesprochen sind > (w/m)

  • Ein Aussagekräftiger Titel sollte nicht länger als 70 Zeichen und unbedingt folgende Informationen beinhalten:
    Grad der Professionalität (Junior, Senior, Lead, etc). Demnach wird ein ein “Affiliate Manager oder Developer (m/w)” weniger hermachen, als ein “Affiliate Specialist, oder ein Senior Developer.”
  • Gib den Zeitraum an: Vollzeitstelle, Praktikumsstelle, Teilzeit, etc.
  • Die Angabe des Einsatzortes kann ebenfalls die Aufmerksamkeit enorm erhöhen

Wichtig: Es soll letztendlich keine endlose Aneinanderreihung von Wörtern sein, sondern eine präzise Zusammenfassung der Position.

ALL-IN-ALL:

DO’s:

  • präzise, klar verständlich, auf den Punkt

  • google-relevant

  • agg-konform

  • nicht länger als 70 Zeichen sollte der Jobtitel sein um nicht nur die Aufmerksamkeit des Lesers zu beanspruchen: wie auch bei anderen Themen gilt: In der Kürze liegt die Würze

DON’Ts

  • Verwendung von Verniedlichungen, Fantasie-Begriffen oder sonstigen Darstellung von Action-Figuren

  • Verwendung von Euphemismen in dem Jobtitel

Ausgefallene Jobtitel mögen originell und kreativ sein und vielleicht am Anfang schön zu lesen, aber letztendlich werden sie von den Bewerbern nicht gefunden, weil sie zu abstrakt sind. Letztendlich muss ein Jobtitel primär eins sein: Auffindbar bei Google!

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Das Anschreiben – 4 Tipps zu einem gelungenen Anschreiben

Das Anschreiben – 4 Tipps zu einem gelungenen Anschreiben

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Wie soll ich mit meinem Anschreiben anfangen?

Kein Teil Deiner Bewerbung treibt Dir mehr den Schweiß auf die Stirn, als das Verfassen des Anschreibens? Keine Sorge, Du bist nicht allein. Nicht umsonst gibt es viele Ratgeber und Tipps rund um das Thema Anschreiben, die Dir näher bringen wollen, wie Du die Tür zu Deinem Traumjob mit diesem Schriftstück öffnen kannst. Auch, wenn mittlerweile viele Personaler auf diesen Teil der Bewerbung verzichten, gehört es für die nähere Zukunft doch weiterhin für viele Entscheider noch zur vollständigen Bewerbung dazu. Darum lohnt es sich für Dich, Dich damit zu beschäftigen, um Deine Chancen zu erhöhen und mit einem rundum gelungenen Anschreiben zu punkten.

Worauf es wirklich in Deinem Anschreiben ankommt, verraten wir Dir mit einigen praktischen Hinweisen, die Du gern direkt ausprobieren kannst. Und los geht’s!

Du bist auf Jobsuche und hast eine Stellenanzeige gefunden, auf die Du Dich unbedingt bewerben möchtest? Der HR-Mensch möchte von Dir ein Anschreiben haben? Keine Panik, das bekommen wir hin. Wichtig ist zuerst Dein Informationsstand. Recherchiere! Schreibe nicht einfach drauf los, sondern schaue Dir im Internet die Unternehmensseite an. Was fällt Dir positiv auf? Informiere Dich auf kununu.de oder glassdoor.de über das Unternehmen. Gibt es Mitarbeitende, die interviewt werden? Hinweise auf die interne Struktur? Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten? ALLES, was Du finden kannst (und wovon Du begeistert bist), solltest Du für Dich sammeln. So kannst Du das Anschreiben gezielt und mit Hintergrundwissen in Angriff nehmen.

Wenn Du alle Informationen beisammen hast, kannst Du auch schon mit Deinem Anschreiben los legen. Ein Anschreiben besteht – wie ein literarisches Werk – aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schlussteil. Für die Einleitung kannst Du aufgreifen, wo Du die Jobanzeige gefunden hast, oder wie Du auf das Unternehmen aufmerksam geworden bist. Ein kleines Beispiel:

Pro-Tipp #1: Suche Dir zuerst maximal 5 Stellenanzeigen heraus, die Dir sehr am Herzen liegen und mit denen Du Dich identifizieren kannst. So fällt es Dir leichter, den Bezug zum Unternehmen herzustellen. Beachte: Du solltest realistisch bleiben und Dich auf Positionen bewerben, die zu Dir passen, oder in die Du Dich hinein entwickeln kannst.

Ist der Einstieg geschafft, geht es im Hauptteil I für Dich darum, darzulegen, warum Du für diese Stelle so gut geeignet bist. Hierzu vergleichst Du einfach schriftlich Deine Kenntnisse mit dem, was in der Stellenanzeige gefordert ist. Die wichtigsten Punkte sind meist zuerst angeführt. Hier solltest Du direkt aufgreifen, welche Anforderungen Du im Besonderen erfüllst, Dich mit Deinen Stärken passend ins rechte Licht rücken. Damit kannst Du einerseits zeigen, dass Du Dich aktiv mit der Beschreibung auseinandergesetzt hast und zum anderen, dass Du wirklich dafür geeignet bist!

Ein Beispiel für die einleitenden Worte:

Nun führst Du KURZ & KNAPP auf, was Du bezüglich der von Dir ausgewählten Punkte der Stellenanzeige bereits gemacht hast. Den Rest stellst Du eh im Lebenslauf dar.

Kannst-Du-Dich-gut-selbst-einschätzen
Hast Du eine gute Selbsteinschätzung?

Pro-Tipp #2: Vielen fällt das Anschreiben so schwer, weil sie sich selbst einschätzen müssen. Bitte doch einfach jemanden, Stärken von Dir zu nennen. Was Dich im Vorstellungsgespräch weiter bringt, hilft Dir im Anschreiben ebenso!

Hauptteil II kann nun daraus bestehen, Deinem Traum-Arbeitgeber ein wenig Honig um den Mund zu schmieren. Im positiven Sinne! Jetzt kommen die Informationen zum Tragen, die Dir bei Deiner Informationssuche positiv aufgefallen sind.

Ein Beispiel:

Was ist Dein Sozialkompetenz?
Was ist Dein Sozialkompetenz?

Pro-Tipp #3: Unternehmen sind oft stolz auf Ihre Marketing-Tricks rund um das Thema Darstellung und Personal. Alles, was Dir wirklich gut gefallen hat, kannst Du auch im Anschreiben aufführen. Das wirkt authentisch und Du punktest wieder damit, dass Du Dich über das Unternehmen informiert hast.

Im Schlussteil rundest Du nun Dein Anschreiben ab. Hier beschreibst Du Dich und Deine Sozialkompetenzen; natürlich auch wieder nur kurz in zwei – drei Sätzen. Dazu kannst Du die Infos aus Pro-Tipp #2 verwenden. Außerdem schließt Du nun Dein Anschreiben ab.

So zum Beispiel:

Pro-Tipp #4: Versuche, den Konjunktiv in Deinem Anschreiben und vor allem im Schlussteil zu vermeiden, wenn es darum geht, auf den Wunsch des persönlichen Kennenlernens auszudrücken. Das wirkt erst einmal merkwürdig – aber auf gar keinen Fall unhöflich, sondern kann den kleinen Unterschied bewirken.

Und nun noch ein paar weiterführende Tipps:

Do’s:

  • Verwende keine Floskeln in Deinem Anschreiben.

  • Du solltest ein durchgehendes Layout (Erscheinungsbild) für Deine Bewerbung und somit auch das Anschreiben festlegen. Das wirkt schon rein optisch harmonisch und liest sich besser. Für die Form entscheidest Du Dich entweder nach DIN 5008 oder eben mit dem festgelegten Stil (wenn Du z. B. einen einheitlichen Header für alle Seiten wählst). Hier gilt: Lass Dich bei Google inspirieren, schau nach Format-Vorlagen (aber nicht nach Inhalten).

  • Du verwendest natürlich nur eine Schriftart für die selbst erstellten Teile Deiner Bewerbung (aber nicht Comic Sans – Du möchtest schließlich ernst genommen werden).

  • Dein Anschreiben erstellst Du gemäß dem aktuellen Trend im Fließtext. So muss die lesende Person nicht am Zeilenende im Lesefluss stocken.

  • Du solltest unbedingt jemanden gegenlesen lassen. Wir neigen dazu, Fehler schlichtweg zu überlesen. Schick Deine Bewerbung noch einmal an Mutti/Papa/jemanden, dem du vertraust, und hole dir Feedback ein.

Dont’s:

  • Auf gar keinen Fall Copy + Paste! Das fällt auf, ist nicht individuell und wirkt lieblos. Dem Unternehmen vermittelst Du so lediglich den Eindruck, dass Du Dich nicht mit ihm auseinandergesetzt hast.

  • Die falsche oder gar keine Ansprechperson einfügen. Warum? Siehe 1. Wenn Du keine Ansprechperson finden kannst, ist “Sehr geehrte Damen und Herren” natürlich angemessen. In allen anderen Fällen solltest Du diese unpersönliche Ansprache meiden.

  • Einen Roman verfassen oder eben Deinen kompletten Lebenslauf in das Anschreiben quetschen. Du schreibst hier Menschen an und Menschen sind von Natur aus neugierig! Du kannst diese Neugier wecken, indem Du nicht gleich alles offenbarst, sondern nur so viel, wie für den ersten Eindruck wichtig ist.

Da Du nun auch ein Profi für das Anschreiben bist, wünschen wir Dir gutes Gelingen und drücken Dir die Daumen für Dein gelungenes Anschreiben. Wenn wir Dich mit Deinem neuen Job unterstützen sollen, melde Dich gern direkt bei uns oder stöbere in unserer Jobbörse.

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Warum nicht direkt zum persönlichen Interview?

Warum nicht direkt zum persönlichen Interview?

Heutzutage werden in Bewerbungsprozessen in der Regel zuerst Telefoninterviews geführt, ehe es zum persönlichen Interview kommt. Das hat einen ganz einfachen Grund: Auf Basis des Telefoninterviews wird entschieden, ob der potentielle Kandidat den Aufwand eines persönlichen Interviews “wert” ist. Denn persönliche Bewerbungsgespräche sind oftmals sehr zeitintensiv – sowohl für das Unternehmen, als auch für den Bewerber. Umso ärgerlicher ist es, wenn man persönlichen Interview feststellt, dass der Kandidat Eigenschaften nicht mitbringt, die für die Stelle von Bedeutung sind.

Wenn Du selbst schon einmal als Recruiter gearbeitet hast, weißt Du wahrscheinlich wovon ich spreche: Es gibt beispielsweise Kandidaten, die in ihrem Lebenslauf ein Muttersprachniveau (C2) angeben, aber nach einem Telefonat weißt Du dann, dass es sich eher um ein B1-Niveau handelt. Mit dem Telefoninterview hast Du dem Unternehmen und dem Kandidaten also wertvolle Zeit gespart.

Darüber hinaus bieten Telefoninterviews Recruitern einen weiteren Vorteil:

Auf eine typische Stellenausschreibung kommen in der Regel 100 oder mehr Bewerber. Aus diesen identifizieren die Recruiter 10-15 Personen, die laut Profil am besten auf die zu besetzende Position passen könnten und rufen sie an. Nach den Telefoninterviews reduziert sich die Menge der potentiellen Kandidaten wiederum auf 5-7 Personen. Diese Kandidaten erwartet dann der nächste Schritt des Bewerbungsprozesses: Das persönliche Interview.

Telefoninterviews lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: angekündigte und unangekündigten Telefoninterviews. Das angekündigte Telefoninterview erfolgt in der Regel nach einem ersten Kontakt über Netzwerk-Portale wie XING und LinkedIn oder einem Email-Kontakt. Hier wird ein kurzes Intro zur gesuchten Position gegeben und bei beidseitigem Interesse ein Telefontermin vereinbart.

Manchmal folgt der Recruiter jedoch nicht dem üblichen Weg und versucht Dich direkt anzurufen. Daher unser TippWenn Du grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber neuen Stellen bist, hab Dein Telefon in der Nähe. Eine freundliche Ansage auf Deiner Mailbox ist ebenfalls hilfreich, denn diese ist unter Umständen der erste Eindruck, den Du hinterlässt.

Allzeit bereit?

Unangekündigte Telefoninterviews sind unter Umständen etwas verzwickter. Wenn Du überraschend in lauter Umgebung oder an einem sehr persönlichen Ort “erwischt” wirst, versuche einen besseren Zeitpunkt zu vereinbaren. Du musst keine Sorge haben, dass Du damit aus dem Rennen bist. Schließlich hat der Recruiter Dich aus einem bestimmten Grund angerufen und wird gern auf Deinen Terminvorschlag eingehen.

Vergiss nicht: Das Telefoninterview ist der erste Eindruck, den das Unternehmen von Dir bekommt. Stelle also sicher, dass Du positiv in Erinnerung bleibst und gut vorbereitet bist. Mach Dir außerdem die Recruiter zum Freund, denn sie können Dir mit wertvollen Tipps eine echte Hilfe sein.

Ein gut geführtes Telefoninterview kann Dich zur nächsten Stufe im Bewerbungsprozess führen – dem persönlichen Interview. Mit Freundlichkeit und Interesse im Telefonat kommst du deinem Traumjob also einen großen Schritt näher.

Wir wünschen Dir viel Erfolg!

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Jobwechsel ohne Gesichtsverlust

Jobwechsel ohne Gesichtsverlust

Die aktuelle Position füllt Dich nicht aus, trotz eines bereits veränderten Aufgabenrahmens sind Deine Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft oder Du möchtest schlichtweg eine andere Richtung einschlagen? Dies sind klare Anzeichen dafür, dass es an der Zeit ist, sich aktiv umzuschauen und andere interessante Möglichkeiten bei einem neuen Arbeitgeber in Betracht zu ziehen.

Zwei Dinge vorweg: Der Drang nach Veränderung und Entwicklung ist mehr als menschlich! Zudem handelt es sich um eine professionelle Beziehung. Ein aufkommendes schlechtes Gewissen kannst du möglicherweise nicht unterdrücken, dies ist jedoch fehl am Platz, wenn es sich etwa um die eingangs genannten Gründe handeln sollte. Im Fokus stehst Du mit Deiner Karriere.

Wie du frustfrei nach einem Job suchen kannst, haben wir dir bereits in unserem Beitrag  “15Tipps”  verraten.  Wenn Du erfolgreich warst, einen neuen Job gefunden und den Arbeitsvertrag sicher hast, solltest Du darauf achten, dass beide Seiten das Gesicht nicht verlieren und eine Abwicklung im Guten möglich ist. Hierbei gilt es einige Punkte im Ablauf zu beachten.

Ob Dein Weggang nun überraschend kommt oder auch absehbar ist – Respekt sollte (zumindest auf Deiner Seite) das A und O sein. Dazu gehört, dass Du z. B. einen Termin für ein Gespräch mit deiner Führungskraft festlegst, und ggf. schon vorher, je nach Beziehung, mitteilst, worum es geht. So kann sich auch Dein Gegenüber vorbereiten und steht nicht völlig im Regen, wenn Du Deine Entscheidung übermittelst. Achte auch darauf, dass Deine Kündigung keine Formfehler enthält. Hilfreiche Informationen findest du dazu auch in im Artikel“Richtig kündigen”

Auch der Ablauf will gut geplant sein – hier nun unsere Tipps für einen gelungenen Wechsel:

1. Professionalität wahren

Dein_e Vorgesetzter ist Deine Ansprechperson, wenn es sich um Organisatorisches handelt– und das sollte auch so bleiben! Sobald Du für klare Verhältnisse sorgen kannst: hole ihn oder sie dringend ins Boot und gehe nicht den Weg über den Flurfunk (auch wenn die Gründe für Deinen Wechsel in zwischenmenschlichen Dingen liegen mögen). Wie bereits erwähnt möchtest Du Deine Professionalität unbedingt unter Beweis stellen, auch wenn sich Eure Wege trennen. Zudem ist es aus personellen Planungsgründen wichtig, dass dies Dein erster Weg sein sollte. So könnt ihr im Vorfeld gemeinsam festlegen, wie der weitere Verlauf sein wird.

2. Umgang mit den Kollegen

Deine Kollegen und das Team werden vielleicht schon vorher involviert sein – das bleibt nicht immer aus. Wenn es aber um die Kommunikation die Abwicklung betreffend geht, solltest Du das Kommando an denjenigen oder diejenige übergeben, der/die die Führung inne hat. So vermeidest Du Missverständnisse und kannst Dich auf das berufen, was  Du gemeinsam mit der Führungskraft besprochen hast.

3. Letzte Schritte – die Übergabe

Deine Übergabe sollte ein Zeugnis Deiner vorher geleisteten Arbeit und gut vorbereitet sein. Je nachdem, welche Position Du inne hattest, kannst Du diese ausführlich vorbereiten oder zumindest grobe Pakete schüren. Deine Position wird noch während der letzten Zeit deiner Anwesenheit nachbesetzt und Du kannst jemanden einarbeiten? Prima! Sei kollegial und hilfsbereit – schließlich hast Du Dich auch irgendwann einmal zu genau diesem Job entschieden und kannst Dein wertvolles Know-How an jemanden weitergeben, der Dir dankbar für ausführliche Informationen sein wird. Sollte dieser Fall nicht gegeben sein, so gehe noch einmal mit Deiner Führungskraft und dem Team ins Gespräch, was die wichtigsten Bestandteile waren und wie Du sie konkret für jemanden vorbereiten kannst oder was übergangsweise auch an das Team gegeben werden kann.

Auch wenn es schwierig ist, solltest Du Dir vor Augen halten: Die Firma, die Du im Begriff bist zu verlassen, zählt möglicherweise bis zur letzten Minute auf Dich. Von daher bleibe fair und bemühe Dich darum, ebenso bis zum letzten Moment voll bei der Sache zu sein, auch wenn Du gedanklich bereits den Hut genommen hast. Denn dieses Verhalten wird ebenso in die Beurteilung einfließen – und schließlich ist es noch immer Dein eigener Name, unter dem Du agierst.

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Jobsuche mit dem Smartphone – 5 Apps im Vergleich

Jobsuche mit dem Smartphone – 5 Apps im Vergleich

 

Dass Bewerbungen per Mausklick und kaum noch per Post geschickt werden, ist schon lange üblich. Nun stehen aber immer mehr Stellenbörsen ihren Usern auch als App zur Verfügung. Schnell ist die App heruntergeladen, das Profil erstellt und die Suche per Standort und/oder Suchbegriffen kann beginnen!

Findet der User ein passendes Jobangebot, kann er sich mit wenigen Klicks bewerben. Lebenslauf und weitere Unterlagen können unkompliziert hochgeladen werden. Genauso auch das Anschreiben, welches aber auch oft direkt in der App erstellt werden kann.

Einige Apps bieten außerdem an, dass der gesamte Bewerbungsprozess über die App verfolgt werden kann. So haben die User all ihre Bewerbungen hinterlegt und können den aktuellen Status der Bewerbungen komfortabel verfolgen.

Doch wie gut sind diese Apps? Was können wir mit ihnen erreichen und erleichtern sie den Bewerbungsprozess wirklich?

Im Folgenden findest Du meine Ergebnisse zu 5 solcher Job-Apps. Ich habe mich dabei auf den Suchfilter fokussiert und probeweise bei allen Apps mit den gleichen Filtern gearbeitet. Dabei habe ich 5 Tätigkeitsbereiche angegeben und dann erfahren, wie viele Jobs diese App anbieten konnte. Des Weiteren habe ich analysiert, was auf mich zukommt, wenn ich mich auf eine der Angeboten Positionen bewerben möchte.

Kurzbeschreibung

Bei Talendo handelt es um eine schweizer Stellenbörse, welche Studenten und Absolventen als ihre Zielgruppe angibt und diesen passende Stellenangebote vorschlägt.

Rating im App Store: 5 Sterne

Specials:

– Merkfunktion für interessante Jobs

– Job-Alert: Du kannst Dir Filter einrichten, welche zu Dir passen und bekommst dann eine Nachricht, wenn ein passender Job verfügbar ist.

– Event-Empfehlungen: Du bekommst Bescheid, welche Firmen wann zu bestimmten Veranstaltungen einladen.

Suchaufbau

– Filter: Hier gibt es sehr viele Filter. Du kannst zum Beispiel Jobs nach Erscheinungsdatum, Relevanz und Dringlichkeit sortieren. Des Weiteren kannst Du nach folgenden Angaben filtern:

– Anstellungsart, Einstiegslevel, Kantone, Sprache, Branche, Tätigkeitsbereich, Angestelltenzahl.

App-Test

→ Personalwesen: 1

→ Marketing: 46

→ Kundenservice: 1

→ Softwareentwicklung: 3

→ Sales: 49

Bewerbungsprozess

Zunächst musst Du Dich registrieren/anmelden. Wenn Du eine interessante Jobanzeige gesucht und gefunden hast, klickst Du auf den Button “Bewerben”.

AB JETZT erfolgt eine Weiterleitung an das Bewerbungstool des Unternehmens, wobei der Aufbau dieses Tools abhängig vom jeweiligen Unternehmen ist.

Gib Deine Daten an:  Name. E-Mail, Telefonnummer. Deinen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und Deine Zeugnisse kannst Du als Datei hochladen (bei mir leider mit Fehlermeldung) oder alternativ ein Foto davon machen, bzw. ein Video.

Lob und Tadel:

Für Studenten bietet die App eine gute Übersicht zu offenen Stellen. Unternehmen werden Dir vorgestellt und Du kannst Dir diese markieren, um informiert zu werden, sobald wieder eine Position offen ist. Der Suchaufbau ist hier sehr offen gestaltet. Du kannst sämtliche Buzzwords eingeben (z.B. Unternehmensname, Position, Themenfeld,) und es erscheinen Treffer. Ich würde nicht unbedingt alle Filter nutzen, da dies die Suche etwas einschränkt.

Im Vergleich zu den weiteren Apps fällt die Trefferquote leider etwas schwach aus. Dafür handelt es sich aber um wirklich relevante Jobs und eben nur für die Zielgruppe der Studierenden in der Schweiz. Du wirst hier keine Head Of Positionen finden, sondern Praktika, Werkstudentenjobs und Trainee-Angebote. Solltest Du Dein Praxissemester in der Schweiz absolvieren wollen, wirst Du bei Talendo bestimmt fündig.

Leider erhielt  ich seit meiner Registrierung regelmäßig Benachrichtigungen. Innerhalb von 3 Wochen 11 E-Mails, welche allesamt (außer einer) im Spam gelandet sind.

Der Bewerbungsprozess wirkt auf mich transparent. Es ist eine gute Idee, dass die Bewerbungen an das Bewerbungstool des Unternehmens geleitet werden. Auch die Information zu bevorstehenden Veranstaltungen sind ein tolles Special!

Kurzbeschreibung

HeyJobs ist eine deutsche Stellenbörse. Dem Website-Auftritt entnehme ich schnell, dass der Fokus auf Unternehmen liegt und nicht auf Bewerbern.

Rating im App Store: 4 Sterne

Specials: Übersicht der versendeten Bewerbungen, Favorisieren von Jobs.

Suchaufbau

→ Filter: Auch hier kannst Du die Jobs nach Relevanz und Datum sortieren. Mit Deinem Standort und einer Kilometer-Entfernung kannst Du sehen, welche Jobs bei Dir in der Nähe verfügbar sind. Außerdem kannst Du nach Arbeitszeit filtern. HeyJobs bietet diverse Positionen, von Bäcker/in über Head of Finance (in der App ohne “(m/w)”) zu UX Designer/in. Die Suche erfolgt über von HeyJobs vorgegeben Suchbegriffen, z.B. Monteur/-in.

Anzahl der Ergebnisse im Test

Hier konnte ich leider meine Suchbegriffe nicht eingeben, sondern musste die ähnlichste Bezeichnung wählen.

→ Personalwesen (HR Manager): 3

→ Marketing (Marketing Manager): 1

→ Kundenservice: 1

→ Softwareentwicklung (Softwareentwickler): 3

→ Sales (Vertriebler/in): 4

Bewerbungsprozess

Auch hier musste ich mich registrieren. Einen Lebenslauf konnte ich direkt in der App erstellen und weitere Dokumente hochladen. Dies wird alles von HeyJobs an das jeweilige Unternehmen weiter geleitet. Als ich dann einen Job öffnete und auf den Button “Bewerben” klickte, öffnete sich ein Chatfenster mit einer HeyJobs Mitarbeiterin, welcher mich fragte, ob ich einen Lebenslauf hochladen oder erstellen möchte. Scheinbar wollte mich diese Mitarbeiterin durch den Bewerbungsprozess begleiten, jedoch kam dann die Nachricht, dass die Antworten aus dem Chat mit in die Bewerbung kommen. Hier habe ich mich dann für einen Abbruch entschieden.

Lob und Tadel

Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht, dass mir Jobbezeichnungen vorgegeben werden. Denn dies könnte ausschließen, dass ich aufgrund von Begrifflichkeiten interessante Jobs verpasse. Leider waren die Bezeichnungen nicht einheitlich. Schon bei meiner Suche fiel mir auf, dass ich zwar nach einer Position als “Vertriebler“ oder auch „Vertrieblerin” suchen kann, jedoch nur nach einer Position als “Softwareentwickler” oder “HR Manager”, nicht aber nach der weiblichen Form dieser Bezeichnungen. Diese Bezeichnungen sind weder einheitlich noch AGG-konform.

Teilweise waren mehrere Aktualisierungen notwendig, um von den Ergebnissen der vorherigen Suche zu den Ergebnissen der aktuellen Suche zu gelangen. Leider war mir der Bewerbungsprozess nicht transparent genug. Mir war nicht klar, ab wann ich mich bewerbe, was alles übermittelt wird und zu welchem Zeitpunkt ich mich wirklich beworben habe.

Kurzbeschreibung

→ Generelles: Monster dürfte vielen bereits bekannt sein. Es handelt sich hierbei um eine große und bekannte Stellenbörse, welche neben vieler Stellenanzeigen außerdem interessante Artikel zu den Themen Bewerbung, Gehalt & Co. anbietet

→ Rating im App Store: 2 Sterne

→ Specials: keine

Suchaufbau

→ Filter: Auch hier unterscheiden sich die Filter kaum. Sortieren kannst Du nach Datum und Relevanz, filtern nach Vertragsart. Mit Deinem Standort und der Radiussuche erhältst Du auch hier Angebote in Deiner Nähe.

Anzahl der Ergebnisse im Test

→ Personalwesen: 73

→ Marketing: 177

→ Kundenservice: 91

→ Softwareentwicklung: 138

→ Sales: 250+

Bewerbungsprozess

Gleiches Spiel: Registrieren, Job öffnen, Bewerbungs-Button klicken. Deinen Lebenslauf kannst Du aus DropBox oder Google Drive hochladen. Dein Anschreiben kannst Du ebenfalls hochladen oder in der App erstellen.

Lob und Tadel

Bei der Suche musste ich viel klicken und wurde teilweise im Verlauf an den Anfang zurückgeworfen, musste meine Suche neu starten und alles neu einstellen, da meine Filtereinstellungen nicht gespeichert wurden. Unter den vielen Jobs waren einige nicht relevant oder gar doppelt. Als ich zum Beispiel mit dem Suchbegriff “Personalwesen” gestartet bin, war der zweite Vorschlag eine Position als “Hausmeister – Reiniger – Handwerker (m/w)”. So sehr ich Monster als Jobportal schätze, muss ich leider der Bewertung im APP Store recht geben. Bei dieser App funktioniert einiges nicht so optimal wie es sollte.

Kurzbeschreibung

→ Generelles: Diese Jobbörse ist Teil der Bundesagentur für Arbeit.

→ Rating im App Store: 2,5 Sterne

→ Specials: Jobs merken, Kalender für Termine, Postfach

Suchaufbau

→ Filter: Die Filter sind für nicht registrierte Nutzer simpel aufgebaut. Du kannst per Suchbegriff und Ort oder per “Klicksuche” und Ort auf die Jobsuche gehen. Bei der “Klicksuche” wählst Du Berufsgruppen bzw. Branchen aus. Es gibt jedoch noch detailliertere Filter, welche erst nach einer Registrierung zugänglich sind. Hier kannst Du mit Suchbegriffen arbeiten, also Begriffe gezielt suchen lassen oder ausschließen. Es ist auch  möglich, sich nur Jobs anzeigen zu lassen, die alle 3 Begriffe beinhalten oder solche, bei denen mindestens ein Begriff vorkommt. Bei den erweiterten Suchkriterien können außerdem Jobs gesucht werden, welche für einen bestimmten Grad an Behinderung geeignet sind. Auch die Arbeitszeiten sind wesentlich präziser aufgeführt. Während in den anderen Apps nur in Voll- und Teilzeit unterschieden wurde, kannst Du hier zum Beispiel: Teilzeit-flexibel, Teilzeit-Schicht, Teilzeit-Vormittag, Teilzeit-Nachmittag usw. auswählen.

Anzahl der Ergebnisse im Test

Unter den Treffern erscheinen auch sogenannte “externe Stellenangebote”. Klickst Du auf diesen Job, öffnet sich Dein Browser und Du kommst auf ein weiteres Stellenportal, wie zum Beispiel Stellenanzeigen.de oder ITsax.de.

→ Personalwesen: <200

→ Marketing: <200

→ Kundenservice: <200

→ Softwareentwicklung: <200

→ Sales: <200

Bewerbungsprozess

Bei einigen Unternehmen steht als Präferenz, dass sie gern eine Bewerbung per E-Mail erhalten möchten. Kontaktdetails stehen ebenfalls in der Stellenanzeige. Trotzdem kannst Du Dich bei der App registrieren und Dich dort bewerben. Hierfür wird Dir eine PIN per Post zugeschickt, um Deinen Account freischalten zu können.

Lob und Tadel

Die App “jobboerse” zeigt Suchenden jede Menge offene Positionen. Die Filter in dieser App sind sehr präzise. Eigentlich würde ich Dir auch hier zuerst raten wollen, großzügig zu sein, um nicht aufgrund von vielen verschiedenen Filtern interessante Stellen auszuschließen. Jedoch trifft das hier nicht ganz zu. Da Dir “nur” die ersten 200 Treffer angezeigt werden, ist es auf jeden Fall sinnvoll, etwas mit den Filtern zu spielen, um immer neue Ergebnisse und diese vielleicht auch in einer anderen Reihenfolge angezeigt zu bekommen. Leider dauert das Zusenden der PIN per Post einige Tage, sodass Du zwar sofort los suchen kannst, aber durch die fehlende Freistellung Dich erstmal nicht per App bewerben kannst. Dafür findest Du aber alle nötigen Angaben Deiner Ansprechpartner für diese Position. Ebenfalls ein Pluspunkt: Die Terminfunktion und das Postfach. Hier kannst Du Deine Bewerbungen und Deine Vorstellungsgespräche über die App verwalten. Ob eine Synchronisation mit Deinem Kalender möglich ist, ist mir nicht bekannt. Das wäre jedoch eine coole Idee!

Kurzbeschreibung

→ Generelles: Durchsucht wichtige Stellenbörsen und Zeitungen nach Jobs.

→ Rating im Store: 4,5 Sterne

→ Specials: interessante Jobs kannst Du Dir per E-Mail zukommen lassen.

Suchaufbau

→ Filter: hier ebenfalls sehr simpel. Mit Suchbegriff, einem Standort und einem Suchradius startet die Suche. Vorgeschlagen werden Stellenanzeige aus anderen Portalen wie zum Beispiel Stepstone, Monster, Jobware, Xing, Absolventa & Co.

Es gibt außerdem eine erweiterte Suchfunktion, mit der die Suche verfeinert werden kann, weil zum beispiel zur Auswahl steht, dass die Treffer den Suchbegriff im Anzeigetitel haben müssen.

Anzahl der Ergebnisse im Test

→ Personalwesen: 146

→ Marketing: >1000

→ Kundenservice: 504

→ Softwareentwicklung: 744

→ Sales: >1000

Bewerbungsprozess

Bei JOBworld selbst brauchst Du keinen Account. Wenn Dich ein Job interessiert, dann registrierst Du Dich bei der jeweiligen Jobbörse, welche den Job gepostet hat. Ab hier gehen die Bewerbungsschritte sehr weit auseinander, da hier nun mal die Prozesse der einzelnen Stellenbörse gelten.

Lob und Tadel

Zum einen erleichtert diese App die Suche über mehrere Stellenbörse, jedoch bewirbst Du Dich nach wie vor über die originale Plattform. Du müsstest Dir also unter Umständen für jedes Jobportal ein Konto erstellen, bei dem Dich eine Anzeige interessiert. Die App erleichtert nicht die Bewerbung, sie erleichtert jedoch die Suche und bietet durch den Zugriff auf mehrere Jobportale entsprechend eine Vielzahl an Jobangeboten.

Gesamtfazit:

Der Vorteil von Job-Apps liegt ganz klar darin, dass Du sie unterwegs nutzen kannst. Sei es nur, um etwas zu stöbern oder Dich zu informieren. Ist der Suchfilter gut gebaut, kannst Du mit wenigen Klicks schauen, welches Unternehmen passende Positionen ausgeschrieben hat. Ich empfehle Dir trotzdem, Dich vor Deiner Bewerbung zu informieren. Dazu gehört, dass Du nach dem Unternehmen recherchierst. Schau Dir den Internetauftritt an, Veröffentlichungen und Treffer in Suchmaschinen sowie sozialen Netzwerken und informiere Dich vor allem darüber, was das Unternehmen tut. Bist Du Dir sicher, dass dieses Unternehmen und die Position zu Dir passen, steht Deiner Bewerbung nichts im Weg.

Doch hast Du Deine Bewerbungsunterlagen immer abrufbar auf Deinem Handy? Ich muss zugeben, dass das bei mir nicht zutrifft. Solltest Du diesen Weg gehen wollen, lege Dir also erstmal Deine Unterlagen im Handy ab. Und ehe Du Dich bei einem Unternehmen bewirbst, ist es vielleicht auch nicht schlecht, Deinen CV zu aktualisieren und evtl. auf das Unternehmen anzupassen. Mir persönlich ist es lieber, von zu Hause aus an einem PC diese Unterlagen zu bearbeiten, zu sortieren, für das jeweilige Unternehmen zu individualisieren, alles noch einmal zu prüfen und dann die Unterlagen per E-Mail zu versenden. Daher würde ich diese Job-Apps eher für die Suche von offenen Positionen suchen und mich dann anschließend zu Hause an die Bewerbung setzen.

Hast Du bereits Erfahrungen mit Job-Apps gesammelt? Comments welcome 🙂

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Mobile Recruiting – ein Überblick

Mobile Recruiting – ein Überblick

In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung ist es wichtig, immer auf dem Laufenden zu bleiben, wenn es darum geht, Kandidaten auch abseits vom PC abzuholen. Wie diese ohne große Umstände auch unterwegs Jobs finden können, haben wir bereits im Artikel „Können Bewerbungs-Apps eine Alternative zu Online-Bewerbungen sein?“ erörtert.

Für beide Seiten – Suchende als auch Bedarfsträger – gibt es Lösungen in Form von Apps und mobile Apps, die sich spielerisch leicht bedienen lassen. Für die, die sich gerade denken „Gibt es da einen Unterschied?“, begeben wir uns erst einmal in den Bereich der Begriffserklärung.

Eine App für sich betrachtet ist ein Programm, welches – im Gegensatz zu einem “vollständigen” Computer-Programm – auf wichtige Funktionen beschränkt ist. Hierbei wird noch einmal auf das Endgerät heruntergebrochen. Es gibt Apps, die sich auf dem Desktop darstellen lassen (z.B. aus dem Google-Store die Indeed-App als Erweiterung) oder die gängige Variante, bei der sich der/die Jobsuchende die gewünschte App auf das Smartphone oder ein anderes mobiles Gerät installiert. Wir werden uns hier eingehender mit den mobilen Apps beschäftigen und einige davon ein wenig näher betrachten.

Beginnen wir bei den klassischen Jobbörsen, die auch bereits online via Homepage erreichbar sind. Sie alle finden sich ebenfalls im mobilen Bereich wieder. Konkret handelt es sich hier beispielsweise um: StepStone, Indeed Jobs, Jobscout24, Monster Jobbörse, meinestadt Jobbörse, kimeta Jobs, Jobrapido, experteer, Xing Stellenmarkt, LinkedIn Job Search, Jobboerse, Streetspotr, eBay Kleinanzeigen, Glassdoor, Truffls, Hokify…

Das ist bereits eine lange Liste, die sich bei all der Vielfalt nicht vervollständigen lässt – doch welche ist die geeignete App? Wo kann ich inserieren, wo suchen? Grundsätzlich gibt es in der Auflistung bereits einige Unterschiede in der Funktionalität und im Aufbau. Während die Apps der klassischen Stellenanbieter (von StepStone bis experteer) sich in der Anwendung nicht gravierend unterscheiden, gilt hier: man spricht die gleiche Klientel an, wie auch schon mit der klassischen Online-Stellenanzeige.

Interessierte können sich direkt über die App bewerben und entweder einen CV senden oder sich mit Ihrem Xing- oder LinkedIn-Profil empfehlen. Wer sich erhofft, dass hier Ausnahmekandidaten erreicht werden können, der sollte sich mit Apps beschäftigen, die noch ein wenig ungewöhnlicher sind. Doch dazu später mehr.

Wer bereits ein Unternehmens- und Recruiting-Profil bei Xing oder LinkedIn hat, dem wird der Aufbau der Apps als Kanal für ein Social Business Network geläufig sein. Wenn man diese bereits auf dem Handy installiert hat, sind die Job-Apps eine sinnvolle Ergänzung für Kandidaten.

Von dort aus können sie auf die online eingestellten Jobs zugreifen. Auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit hat den Weg auf das Smartphone gefunden. Die Funktionen hier gleichen denen der Desktop-Version. Wer ein Profil als Arbeitsuchender hinterlegt hat, kommt hier schnell an sein Ziel.

Kommen wir nun zu den spannenden Varianten der Apps, die einem die Jobs fast spielerisch näher bringen. Nicht alle sind ausgereift, aber die Ansätze sind die Erwähnung definitiv wert.

Hinter “streetspotr” steckt die Idee, Informationen zu beschaffen oder Fotos zu machen. Dies kann durch Partnerunternehmen in Auftrag gegeben werden. Das Konzept nennt sich Crowdsourcing und basiert auf der Verteilung von kleineren Aufgaben, die man sozusagen im Vorbeigehen lösen kann. Der Clou: je nachdem, wo sich der „Spotr“ gerade befindet, werden die Aufträge oder Job-Anfragen der Region angezeigt. Wir finden: das kann noch einiges mehr!

Auch ebay-Kleinanzeigen sollte bei zu postenden Jobs ein Thema darstellen. Für Unternehmen als auch Nutzer der App ist dieser Dienst kostenfrei. Daher lohnt es sich in Einzelfällen, die Zeit zu investieren und eine Anzeige einzustellen. Man trifft hier vor allem Berufsgruppen aus dem Fachkräftebereich, aber auch Studenten- oder 450-Euro-Jobber. Zudem finden sich hier aber auch für das Finanzwesen und den Office-Bereich viele Inserate.

“Glassdoor” als App ist analog den Jobbörsen aufgebaut. Seit 2007 gibt es das Unternehmen, welches als Pendant zu Xing‘s kununu auf dem deutschen Markt, eine weitere Komponente der Arbeitgeberbewertung durch anonym Kommentierende ermöglicht: Angaben zum Gehalt je Karrierelevel oder Berufsgruppe. Oftmals ist der Eintrag der eigenen Jobs auch kostenfrei möglich. Sonderdarstellungen schlagen natürlich extra zu Buche.

And last but not least – gelangen wir zu den Swipe-Apps. Vielleicht, auch wenn der Eine oder Andere es nicht zugeben mag, ist das Konzept bereits bekannt. Ein Job wird erstellt, der/die Suchende kann Suchparameter festlegen und per „Swipe“ in die eine oder andere Richtung auf dem Smartphone (also „Wisch“) wischen und sich bewerben. Diese Art der Bewerbung könnte leichter nicht sein und Dating-Portale sind hiermit  ja schließlich auch erfolgreich. Anbieter sind zum Beispiel die App von “truffls” und “hokify”. Die Berufsgruppen sind auch sehr breit gefächert, sodass sich eine tiefergehende Recherche lohnt.

Natürlich sind alle genannten Dienste für die Anbieter der Jobs kostenpflichtig. Sie unterscheiden sich jedoch erheblich im Preis. Für den Nutzer sind alle kostenfrei und lassen sich bequem im App Store oder Play Store herunterladen.

Wir wünschen beiden Seiten viel Erfolg beim erfolgreichen Zusammenfinden!

Achja, P.S.: Auch bei uns gibt es tolle Jobs unter http://www.interim-group.de/jobportal/.

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Mobiles Recruiting – Ein Begriff, der Bauchschmerzen macht

Mobiles Recruiting – Ein Begriff, der Bauchschmerzen macht

Auch wenn die Cyborgs kommen, also Menschen, die sich Magnete in Fingerkuppen verpflanzen, Sensoren in die Arme, ganze Rechner im Körper integrieren wollen, müssen wir ja nicht ganz so weit gehen. Trotzdem ist digitale Technik mehr als ein bloßes Hilfsmittel im Alltag. Es ist dieses Jahr gerade einmal 10 Jahre her, doch mit der Einführung des iPhones und dem Konzept des Smartphones hat sich viel verändert. Wir alle haben mittlerweile die mobilen Geräte schätzen gelernt und können kaum noch auf sie verzichten. Ob das nun gut ist oder nicht, will ich hier gar nicht klären. Was ich mich frage ist: Hat die Technik das Recruiting verändert?

Für das Recruiting verändert sich tatsächlich sehr viel. So reagiert die Branche mit einer Menge an Buzzwords auf all die neuen technischen Möglichkeiten. Mobile Recruiting soll die Kandidaten dort abholen, wo sie sind. Sie sollen die Apps, die Plattform, den Kanal selbst bestimmen und am besten die Bewerbung von unterwegs senden. Aber mit dieser Entwicklung zeigt sich das Recruiting wiederum in der schnellen Welt der technischen Veränderungen zu unflexibel und reaktiv.

Warum unflexibel?

Mobiles Recruiting wird als Ergänzung verstanden, zu den klassischen Wegen des Recruiting. Die Bewerber sollen sich unterwegs über Jobs informieren und dann bei einem guten Angebot sogar sofort zuschlagen können. In der Theorie hört sich das fantastisch an. Warum machen wir das nicht alle nur noch so? Holen wir die Leute dort ab, wo sie gerade sind: Auf der Straße. Oder in der U-Bahn, im Museum, meinetwegen auf dem Weg zur Hochzeit. Wo auch immer sie sind, die Hürde zur Bewerbung soll so gering wie möglich sein. Das klingt schon wieder nach einem Königsweg. Wenn wir doch alle nur mobile Angebote hätten, die schneller, besser, höher, weiter als die der Konkurrenz wären. Wir könnten die berstende Bewerberpipeline ja gar nicht mehr retten.

Dieser Ansatz hat jedoch einen großen Haken, denn die Bewerber lassen sich nicht in diese Form pressen. Viele sitzen morgens in der Bahn und lesen Stellenangebote, doch sie schreiben keine Bewerbung. Für die Bewerbung nehmen sie sich lieber Zeit. Sie haben das Stellenangebot gespeichert und nehmen sich am Abend dann Zeit, eine gute Bewerbung zusammenzustellen und zu versenden. Bewerber nehmen die Aufgabe wirklich ernst. Mit der Technik wird auch die Nutzung in vielen Punkten individualisiert. Die mobile Technik wird nicht von der Desktop-Welt unterschieden. Wenn das Recruiting wiederum die Pfade unterscheidet, ist es nicht flexibel genug auf die Lebenswirklichkeiten eingestellt.

Wir sind nicht die Cyborgs. Wir betrachten die Technik nicht als Teil von uns. Wir betrachten Sie aber als wichtigen Teil in der Organisation unseres Lebens. Smarthphone, PC, Konsole, Tablet, Smartwatch, sie alle sind Teil eines Technikmixes, den wir uns zulegen. Mobilität ist kein relevantes Kriterium mehr, wenn die Ubiquität der Technik solche Grenzen aufhebt.

Warum reaktiv?

Das eigentliche Problem ist aber, dass die Recruiting Industrie sehr oft Trends folgt, die dann aber oft schon wieder vorüber sind, bevor alles richtig umgesetzt ist. So wie es meist läuft, wenn wir Trends jagen. Die Einstellung, erst zu warten, wie Menschen sich Bewerben wollen, um dann erst darauf zu reagieren, ist schon grundlegend falsch. Das ist eigentlich nichts anderes, als die gute alte Post-and-Pray-Vorgehensweise für Stellenanzeigen auf einem neuen Kanal. Recruiting sollte doch nicht nur ausstrahlen, dass sie für Kandidaten da sind, wenn die sich bereits auf den Weg zu den Recruitern befinden. Auf einem Weg, von welchem die Kandidaten noch nicht einmal genau wissen, wohin er sie führen soll. Genau dort muss Recruiting schon warten.

Natürlich ist das eine schwierige Aufgabe. Gerade dann, wenn sich gewisse Nutzungspfade individualisieren. Aber wie sieht die Alternative aus? So weiter zu machen wie immer? Was es braucht, ist analog auch an der Entwicklung des Webs abzulesen: Während Recruiting noch von Apps träumt, ist das Web schon wieder weiter. Daher nur ein Stichwort, das aber nun wieder nicht als modisches Buzzword verstanden werden sollte, sondern als Credo für eine selbstbewusste Einstellung im Recruiting, das proaktiv, strategisch und individuell ist: Responsive Recruiting.