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Jobsuche zum Jahreswechsel

Jobsuche zum Jahreswechsel

Ach ja – das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Höhepunkte der letzten Monate sind die (meist) stressige Vorweihnachtszeit, Weihnachten selbst und natürlich Silvester. In Unternehmen werden die Urlaubstage verplant und so kurz vor dem Jahreswechsel, ca. ab Mitte Dezember, werden wichtige Entscheidungen nicht mehr getroffen. Jetzt noch auf Jobsuche zu gehen ist es doch eh vergeudete Zeit….

Aber halt, ist das wirklich so? Auch wie in der vermeintlichen Sommerurlaubszeit gilt, dass man sich gerade dann auch umschauen sollte. Der Bedarf an qualifiziertem Personal in Unternehmen kennt weder Urlaubs- noch Weihnachtszeiten!

Die Jobbörsen sind auch um Weihnachten herum voller Positionen, die besetzt werden wollen – allerdings schauen nicht mehr ganz so viele wie sonst danach. Du erhöhst also Deine Chance auf einen Job, wenn Du auch in vermeintlich uninteressanten Zeiten aufmerksam bleibst.

Zudem steht bei den meisten Unternehmen zum Anfang des neuen Jahres der Budgettopf prall gefüllt bereit – was Deine Chancen erhöht, bei der Gehaltsverhandlung auf offene Ohren und Entgegenkommen zu treffen.

Das musst Du beim Jobwechsel zum 01.01. beachten

Doch was musst Du beachten, wenn Du mit dem Gedanken spielst, zum Beispiel zum 01.01. des Folgejahres den neuen Job anzutreten? Zwei wichtige Punkte möchten wir kurz für Dich erörtern.

  • Urlaub 

Eine Urlaubsbescheinigung für das laufende Jahr muss Dir von Deinem alten Arbeitgeber ausgehändigt werden. Wenn Du zum Zeitpunkt Deiner Kündigung bereits Deinen Urlaub verbraucht hast, steht es Dir natürlich auch nicht zu, bei Deinem neuen Arbeitgeber etwaige Ansprüche geltend zu machen. Aber auch zu viel genommene Urlaubstage – sofern sie im Rahmen des gesetzlichen Mindesturlaubs liegen – musst Du nicht zurückerstatten. Wenn Du allerdings durch freiwillig gewährte Urlaubstage mehr verbraucht hast, dann kann es sein, dass Da das, was Du über dem im Vertrag vereinbarten Urlaub genommen hast, zurückzahlen musst.

Wusstest Du:  Wenn Du noch Urlaubsanspruch hast, kannst du diesen übrigens auch bei einem neuen Arbeitgeber geltend machen. Aber auch hier gilt: es gibt keinen Doppelanspruch. Die elegantere Variante ist natürlich, sich den restlichen Anspruch auszahlen zu lassen oder diesen vor dem Jobwechsel noch zu nehmen.

  • Rückzahlungen

Hier gibt es einige Punkte, die es zu beachten gilt. Wenn Du noch kurz vorher auf das Weihnachtsgeld hoffst, solltest du darauf achtgeben, nicht vor einem Stichtag x zu kündigen. Denn somit kann der Anspruch auf Weihnachtsgeld verloren gehen. Auch können Fortbildungskosten für Weiterbildungen, die zwar übernommen, aber nicht ausdrücklich von Deinem Arbeitgeber verlangt und angeordnet wurden, zurückgefordert werden. Auch für Boni oder Tantiemen gilt die weitläufige Regelung, dass, wenn Du vor dem 1. April des Folgejahres kündigst, Du dies bei einem Jobwechsel gegebenenfalls zurückzahlen musst. Diese Regelung jedoch nicht pauschal gültig.

All diese Angaben verlieren ihre Gültigkeit durch gesetzliche Änderungen oder wenn Du etwas anderes in Deinem Arbeitsvertrag schriftlich fixiert hast. Insofern solltest Du Dich vorher immer genau informieren, was für Dich gültig ist und dann die entsprechenden Rahmenbedingungen checken. Im Zweifelsfall ist rechtlicher Beistand ein guter Berater.

Von diesen Dingen solltest Du Dich jedoch auf keinen Fall abschrecken lassen. Denn einen Traumjob gibt es nicht so oft und wenn Du die Gelegenheit hierfür erkennst, ist es doch nur logisch, dass Du zugreifen solltest. Und wer weiß – vielleicht wartet Dein Traumjob ja in unserem Jobportal auf Dich! Schau einfach in unsere Jobbörse oder wende Dich direkt an das Team. Wir freuen uns auf Dich!

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Endlich Urlaub – was gibt es zu beachten?

Endlich Urlaub – was gibt es zu beachten?

Das Land der Urlaubsweltmeister hat für jede Gelegenheit eine Regelung, wenn nicht sogar ein Gesetz. Natürlich gilt dies auch für Urlaub.

Gesetzlich geregelt stehen Dir 24 Werktage Urlaub pro Jahr zu (eine Woche hat 6 Werktage → Montag bis Samstag). Da die meisten Arbeitnehmer von Montag bis Freitag arbeiten (also 5 Arbeitstage in der Woche) stehen diesen 20 Arbeitstage Urlaub zu. Je nachdem welcher Fall auf Dich zutrifft, hast Du dadurch Anspruch auf 4 Wochen bezahlten Urlaub im Jahr.

Verfall von Urlaubstagen – Resturlaub

Die wohl brennendste Frage beantworten wir in diesem Absatz zuerst. Dein Arbeitgeber muss Dir innerhalb des laufenden Jahres Deinen Urlaub genehmigen und Du musst ihn auch in Anspruch nehmen. Solltest Du zum Jahresende noch Urlaubstage übrig haben, hast Du 3 Monate Zeit (Verfalldatum 31.03.) Deinen Resturlaub zu nehmen. Nimmst Du ihn nicht, verfallen Deine verbliebenen Urlaubstage aus dem letzten Jahr.

Interessant: 2009 haben 36,8% der Deutschen ihren Resturlaub nicht in Anspruch genommen. (Unsere Urlaubslust wird wohl nur von unserer Arbeitswut übertroffen 😉

Urlaubsvergleich Deutschland – Ausland

Frankreich, Brasilien und Finnland sind unsere Gewinner bezüglich des gesetzlich geregelten Urlaubsanspruchs. Laut Statista stehen den Arbeitnehmern in diesen Ländern mindestens 30 Urlaubstage pro Jahr zur Verfügung. Zählt man die Feiertage hinzu, gewinnt jedoch Litauen: 28 Tage Mindesturlaubsanspruch + 13 Feiertage. In Japan und Indien gibt es mit 16 Tagen die meisten Feiertage, jedoch steht den Indern pro Jahr nur 12 Urlaubstage zu und den Japanern 20 Urlaubstage. Auf dem letzten Platz ist Kanada mit gerade mal 10 Urlaubstagen und 9 Feiertagen.

Litauen: 41 Tage
Japan: 36 Tage
Kanada: 19 Tage

Unterschiede Bundesländer

Feiertage-in-Deutschland

Deutschland wird in der Statistik mit 10 Feiertagen versehen, als Berliner Unternehmen wissen wir, dass das auf uns leider nicht zutrifft, denn zusammen mit Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gibt es bei uns mit 9 Feiertagen die wenigsten im Land. Platz 1 ist Bayern mit 12-14 Feiertagen und Platz 2 teilen sich  Baden-Württemberg und Saarland mit 12 Feiertagen.

Sonderurlaub

Sonderurlaub sind bezahlte zusätzliche Urlaubstage, welche Dir der Arbeitgeber in bestimmten Situationen genehmigt. Gründe dafür können beispielsweise der Tod eines Angehörigen, die Geburt des Kindes oder die eigene Hochzeit sein. In der Regel bekommt man bei Ereignissen dieser Art 1-2 Sonderurlaubstage. Wenn Du mehr freie Tage dafür in Anspruch nehmen möchtest, müsstest Du das dann von Deinem Jahreskontingent in Anspruch nehmen. Es ist natürlich mehr als klar, dass 2 Tage nicht genügen werden, um den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften. Und in den meisten Fällen wird nach einer Hochzeit oder der Geburt des Kindes viel Zeit mit der Familie verbracht. Erweiterten Anspruch auf Sonderurlaub gibt es dafür jedoch nicht.

Sonderregelung bei Schwerbehinderung

Menschen mit einer Schwerbehinderung haben Anspruch auf 5 zusätzliche Arbeitstage Urlaub im Jahr.

Urlaub in der Probezeit

Es besteht der Mythos, dass Arbeitnehmer während der Probezeit gar keinen Urlaubsanspruch haben. Dies ist ist aber falsch! Während Deiner Probezeit hast Du Anspruch auf Teilurlaub, also 1/12 Deines Jahresurlaubs. Wenn Du also 24 Urlaubstage hast, dann kannst Du pro Monat 2 Tage Urlaub beantragen. Eine Erklärung für diesen Mythos könnte sein, dass es einen schlechten Eindruck bei Deinem neuen Arbeitgeber hinterlassen könnte, wenn Du Dir gleich zu Beginn frei nimmst.

Kleiner Tipp: gerade die ersten Wochen wirst Du höchstwahrscheinlich intensiv eingearbeitet, daher könnte es hier eventuell ungünstig sein, Dir frei zu nehmen. Sollte es doch etwas Dringendes geben, kannst Du das sicherlich rechtzeitig ansprechen oder dann ist es einfach so! Mit der Zeit wirst Du auch merken, wie das Thema Urlaub bei Deinem neuen Arbeitgeber gehandhabt wird und dann kannst Du bestimmt am besten entscheiden, wann Du Dir Urlaub nehmen kannst, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Denke aber daran: Dir steht in jedem Fall Urlaub zu, also solltest Du ihn natürlich auch nutzen! Erholung ist auch in der Probezeit wichtig!

Krankheit im Urlaub

Solltest Du im Urlaub krank werden, solltest Du Dir das von einem Arzt auch bescheinigen lassen, denn Du erhältst damit, Deine Urlaubstage zurück. Der Urlaub dient der Erholung und wenn Du mit Fieber im Bett liegst, dann ist das keine Erholung sondern eine Belastung, darunter sollte nicht Dein Urlaub leiden.

Kleiner Tipp: wenn es Dir möglich ist, melde Dich bei Deinem Arbeitgeber, sobald Du merkst, dass Du im Urlaub krank wirst. Denn auch Dein Arbeitgeber möchte sich darauf einstellen können und solltest Du länger krank sein, als Du Dir Urlaub genommen hast, dann ist das für den Arbeitgeber zur Planung auch hilfreich, bescheid zu wissen.

Probleme bei der Rückkehr

Der Sinn Deines Urlaubs ist es, dass Du Dich erholst. Anreise und Abreise sind leider meist etwas stressig. Besonders ärgerlich wird es, wenn Du Deine Rückkehr nicht so verläuft wie geplant. Wegen eines Vulkanausbruchs sind alle Heimflüge gestrichen, Du verpasst die letzte mögliche Zugverbindung oder Dein Auto versagt auf halbem Wege. Wie auch immer, in allen Fällen kommst Du nicht rechtzeitig nach Hause und fehlst länger, als geplant. Schlechte Nachrichten: das geht auf Deine Kappe. Als Arbeitnehmer musst Du garantieren, dass Du wie abgesprochen wieder am Arbeitsplatz erscheinst. Wenn das nicht klappt, musst Du zusätzliche Urlaubstage nehmen.

Kleiner Tipp: Auch hier musst Du Deinem Arbeitgeber so schnell wie möglich Bescheid geben. Vielleicht kannst Du Dir unbezahlten Urlaub nehmen?

Schlusswort

Das Thema Urlaub ist komplexer als gedacht. Vieles steht schwarz auf weiß in unseren Gesetzbüchern und ist dadurch ganz klar vorgegeben. Trotzdem gibt es darüber hinaus individuelle Regelungen in jedem Unternehmen. Beispielsweise kann Dein Arbeitgeber vorschreiben, mit welcher Frist Du Deinen Urlaub beantragen musst. Auch könnten Mitarbeiter mit Kindern bei der Planung ihres Urlaubs einen kleinen Vorteil haben, da sich Eltern für den Familienurlaub an den Schulferien orientieren müssen. Alle internen Regelungen, welche “besser” sind, als vom Gesetz vorgegeben, sind ganz klar ein Benefit, über das Du Dich freuen kannst!

Von daher: Halte Dich an die Vorgaben deines Arbeitgebers und nutze Deine Urlaubstage! Sie stehen Dir zu und sollen dafür sorgen, dass Du Dich erholen kannst.  Wir wünschen Dir in jedem Fall einen schönen nächsten Urlaub!

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5 Gründe, warum es sich definitiv lohnt, ein XING-Profil zu haben

5 Gründe, warum es sich definitiv lohnt, ein XING-Profil zu haben

In der digitalisierten Welt verknüpfen sich Menschen an verschiedenen Orten des Landes, des Kontinents oder der Welt immer weiter online. Hier ist das Beispiel des Small-World-Syndroms zu nennen oder „Six Degrees of Separation“. Damit ist gemeint, dass jede/r jede/n um sechs Ecken kennt und somit in Verbindung steht. Zaghaft ging es in Deutschland mit studiVZ (oder schülerVZ) und MySpace los und jetzt eben mit dem omnipräsenten Facebook weiter. Insofern kennt man es ja auch schon für den privaten oder halbprivaten Bereich. Interessant an diesen Verbindungen ist, dass man Informationen erhält, die für einen selbst wertvoll sind: in Deinem Netzwerk gibt es Veranstaltungen, Kinotipps, oder aktuelle Stimmungsbilder. Vielleicht hast Du ja ein kleines Business (stellst Schmuck her, betreibst ein Forum für ein spezielles Thema, machst Musik, …) und kennst das Prinzip schon von dort.

Aber was hat denn das Ganze mit XING zu tun und warum solltest Du dort auch noch mitmachen?

XING ist für den deutschsprachigen Raum noch immer DAS Business-Kontaktnetzwerk Nummer Eins, auch, wenn LinkedIn auf dem Vormarsch ist und andere Portale schon in den Startlöchern für Business-Profile stehen.

Dennoch lohnt es sich, ein Profil anzulegen. Hier gibt es fünf Gründe, die Deine Überlegungen unterstützen sollen.

  • Eine Basis-Mitgliedschaft ist kostenfrei

    Wenn Du nicht gerade Dein XING-Profil für berufliche Zwecke nutzt (etwa, weil Du auch im HR- oder Recruiting-Bereich tätig bist), dann ist die Basis-Mitgliedschaft für Dich völlig ausreichend. Ein Profil ist nur hier so angelegt, dass Du die relevanten Informationen, die Du auch gern mitteilen möchtest, einfügen kannst. Damit sind Deine beruflichen oder schulischen Stationen gemeint, Deine Interessen oder auch das, worin Du Kenntnisse erlangt hast. Das ist immer sehr individuell, aber in der Regel selbsterklärend. Es gilt: je genauer, desto besser! Du musst auch nicht alles gleich freigeben, und kannst einstellen, wer welche Inhalte sehen darf.

  • Netzwerken sowie Nachrichten mit Kontakten austauschen ist kostenfrei

    Es gibt viele Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu treten. In Business Social Networks kannst Du auch dir unbekannten Menschen Kontaktanfragen stellen und – sofern Du es nicht ausgeschlossen hast – auch welche erhalten. Mit diesen Kontakten kannst Du Dich dann frei austauschen.

  • Hier findest Du Stellenanzeigen, die genau auf Dich zugeschnitten sind

    Solltest Du auf Jobsuche sein, so bist Du hier – je nach Berufswunsch – goldrichtig. Es gibt Berufsgruppen, die im Vergleich zu anderen häufiger vertreten sind. Da es sich hier um ein Business Social Network handelt, findest Du hier eher Berufsgruppen, für die Networking wichtig ist: Personalbereich, Sales, Wirtschaft, teilweise Forschung oder IT (um nur einige zu nennen). Aber Stellenanzeigen werden immer der- oder demjenigen angezeigt, der/die auch gewisse Schlagworte in seinem Profil angegeben hat. So kann man ausschließen, dass Du zu viele Stellenanzeigen erhältst, die nicht für Dich passen. XING hat auch ein Produkt („Pro-Jobs“) welches Dir gerade dann hilft, wenn Du Dich aktuell aktiv nach einem neuen Job umschauen möchtest.

  • Lass Dich einfach finden!

    Für Menschen, die im Personalbereich tätig sind, ist XING ein Tool im Recruiting-Werkzeugkasten, welches auf gar keinen Fall fehlen darf. Wenn du z. B. gerade mit dem Studium fertig bist, auf der Jobsuche bist, oder auch insgesamt den Jobmarkt beobachten möchtest, sind all dies Gründe, beizutreten. Denn so kannst Du Dich ganz leicht finden lassen und die interessanten Angebote kommen oft von ganz allein, ohne, dass Du Dich hierfür durch tausende Portale klicken musst. Dies geht aber natürlich nur, wenn Du die richtigen Schlagworte auch in Deinem Profil aufgeführt hast. Auch, wenn Du nicht auf der Suche sein solltest, ist ein großes Netzwerk immer gut und Du bleibst weiterhin informiert, was in Deiner Berufssparte los ist oder allgemeine Trends in der Arbeitswelt sind.

  • Es gibt Gruppen mit Job-, Fach- oder Regionalbezug

    Ein spannender Ort, um sich auszutauschen! Je nachdem, was Dich interessiert, kannst Du auf Foren- oder Gruppensuche gehen. Alles ist möglich – Fachgruppen für Berufsbereiche (gewisse Programmiersprachen, Gesetzesänderungen für eine Berufsgruppe, …), ortsbezogene Gruppen (Berlin, Brandenburg, Stadtteile) oder auch Veranstaltungen, Barcamps, Meetups – für Gruppen sind keine Grenzen gesetzt. Man kann sich mit anderen Gleichgesinnten vernetzen und immer den Daumen am Puls der Zeit haben.

Selbstverständlich sollte ein solches Profil dann auch gepflegt und angepasst werden, und wenn Du ein Bild verwendest, sollte es dem Zweck entsprechen. Wie Du Dein Netzwerk dann effektiv nutzt und was Du damit machst, ist natürlich völlig Dir überlassen. Wenn Du Bedenken haben solltest, dass jeder auf Deine Daten zugreifen kann: XING ist ein in sich geschlossenes Netzwerk, auf das man nur Zugriff hat, wenn man selbst auch Mitglied ist.

Natürlich findest Du uns und unser Team auch dort. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Ausprobieren und hoffen, dass wir Dir Deine Entscheidung etwas erleichtern konnten. Wenn Du aber nach einem Job suchst, dann schaue gern in unserer Jobbörse vorbei. Wir freuen uns auf Dich!

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Erwartungen der Generationen Y&Z an die Arbeitswelt

Erwartungen der Generationen Y&Z an die Arbeitswelt

Jeder redet von Generationen Y&Z, dem Generationswandel und welche Bedürfnisse die jeweiligen Generationen haben. Doch wer sind diese Y’er und Z’er und wie müssen Unternehmen auf sie reagieren, um sie für sich gewinnen zu können? Der Arbeitsmarkt entwickelt sich hin zum Bewerbermarkt. Das ist nichts Neues, sondern ein Wandel, der nahezu abgeschlossen ist. Unser Team hat sich zusammengesetzt und die wichtigsten Hard Facts der Generationen zusammengetragen sowie Handlungsempfehlungen ausgearbeitet.

Steckbrief:

   Geboren ab dem Jahr 1980

   2020 wird die Generation Y mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer ausmachen

   Eigenschaften:

Selbstbewusst, hohe technische Affinität, hohe Anpassungsbereitschaft, Zeit hat oftmals einen größeren Stellenwert als Geld, Unabhängigkeit, hohe Wechselbereitschaft

   Wünsche an Arbeitgeber:

    Im Mittelpunkt steht dabei ganz groß FLEXIBILITÄT – Vom Arbeitgeber werden flexible Zeitarbeitsmodelle erwartet, u.a. Home-Office oder die verkürzte Arbeitswoche. Des Weiteren ein positives Arbeitsumfeld und immaterielle Benefits, Begriffe wie Work-Life-Balance spielen dabei eine große Rolle, sowie eine hohe Freiheit in der Arbeitsgestaltung. Und obwohl die Generation arbeitswillig ist, ist dabei der Fokus auf dem Privatleben, getreu dem Motto: „Arbeite um zu Leben.“

Zum heutigen Zeitpunkt können noch keine eindeutigen Merkmale für die Generation Z definiert werden, da diese Generation für den Arbeitsmarkt aktuell noch keine allzu große Bedeutung hat. Es sollen im Folgenden lediglich Schätzungen und Vermutungen aufgestellt werden.

   Geboren ab dem Jahr 1999

   Eigenschaften:

Sie sind komplett mit digitalen Technologien aufgewachsen: Internet und Smartphones sind fester Bestandteil des Alltags. Aufgrund ihrer hohen Rastlosigkeit probieren sie gerne neue Wege aus. Der Austausch mit Anhängern derselben Medien findet ununterbrochen statt.

Die Digitalisierung hat das komplette Arbeitsfeld der Personalbeschaffung verändert. Schlagwörter wie Social, Mobile, Analytics, Clouds sind zu  Megatrends geworden.

Das interim Group Recruiting-Team hat sich zusammengesetzt und folgende Empfehlungen ausgearbeitet:

Für die Internetgenerationen ist es enorm wichtig, in modern gestalteten Büroräumen eine positive Arbeitsatmosphäre anzutreffen. Dabei sollte die neueste Technik zum Einsatz kommen.

Die Generationen Y&Z erwarten mehr denn je ein Miteinander im Team. Vor allem Offenheit und Transparenz werden vorausgesetzt, was vor allem in den Social Media Kanälen zur Schau gestellt wird.

Um auch langfristig die Generationen Y&Z an das eigene Unternehmen zu binden, sollte darauf geachtet werden, Teambuildingmaßnahmen und vielseitige Weiterbildungsangebote anzubieten.

Als selbstverständlich wird die Präsenz auf Social Media Kanälen, Job-Websites und Business-Plattformen gesehen. Dabei ist es unmittelbar einsichtig, dass es einem Unternehmen gar nicht möglich ist, jedes Netzwerk professionell und nachhaltig zu nutzen. Es sollte im Vorfeld eine Analyse getroffen werden, welche Kanäle auch langfristig für das Anschreiben und das Sourcing relevant sein werden(Die Tendenz geht eher weg von persönlichen Treffen auf Berufsbildungsmessen, hin zum „Online-zur-Schau-stellen“)

Die Generation Y hat hohe Anforderungen an die Gestaltung der Unternehmenswebsite. Hier ein paar Tipps:

  • Die Career-Seite sollte verständlich und so simpel wie möglich gestaltet werden. Auch der Online-Bewerbungsprozess sollte nicht zu langwierig sein.
  • Persönlichen Eindruck des Unternehmens auf der Homepage vermitteln (keiner möchte mehr die bezahlten lizenzfreien austauschbaren Fotos von verschiedenen Anbietern sehen, die nichts vom Unternehmen widerspiegeln). Unternehmen sollten eher darauf achten, den Besuchern einen Einblick in ihren Berufsalltag zu gewähren (Videos, Mitarbeiterfotos, Live-Stories).
  • Die auf der Website veröffentlichten Stellenanzeigen sollte nicht mit zu vielen Informationen gefüllt sein, sondern sich eher auf die Hard Facts und Benefits konzentrieren.
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Sabbatical leave – Was denkt die HR?

Sabbatical leave – Was denkt die HR?

Was ist ein Sabbatical leave?

Mit Sabbatical leave ist kurz und knapp eine berufliche Auszeit gemeint. Das Wort “Sabbatical” ist zurückzuführen auf das “Sabbatjahr” (sabbat= innehalten), welches schon in der Tora erwähnt wird. In der Landwirtschaft gab es die Regelung, dass, nachdem 6 Jahre lang die Felder bestellt wurden, diese das komplette 7. Jahr brach liegen sollten. Der Gedanke dahinter? – Die Erde soll sich erholen und ihre natürlichen Ressourcen wieder aufstocken.

Dies ist auch der Gedanke hinter dem Sabbatical leave. Es gibt keine Vorschriften, wie die berufliche Auszeit zu nutzen ist, jedoch wird diese oft investiert in:

  • Reisen
  • Familie (Erziehung, Pflege)
  • Fort- und Weiterbildung
  • gesundheitliche Prävention
  • Neuorientierung (Tapetenwechsel)
  • soziales Engagement

 Für ein Sabbatical leave gibt es unterschiedliche Arbeitszeitmodelle:

Der Arbeitnehmer arbeitet vier Jahre lang für weniger Gehalt. Im fünften Jahr ist er komplett freigestellt und erhält das gesamte Jahr das gleiche Gehalt wie in den letzten vier Jahren.

Der Arbeitnehmer arbeitet 2 Jahre lang für weniger Gehalt. Darauf folgt ein halbes/ganzes Jahr in Teilzeitbeschäftigung mit einem Vollzeitgehalt ODER wird für wenige Monat freigestellt und weiter bezahlt.

Urlaubstage und Überstunden werden gesammelt und nicht ausgezahlt. Die gesammelte Zeit kann dann bezahlt frei genommen werden.

Anhand dieser Modelle sehen wir, dass ein Sabbatical leave eine langfristige Planung und intensive interne Absprache voraussetzt aber auch hohe Flexibilität bietet.

Aber was sagen Personaler zum Sabbatical?

HRler reagieren auf die Station “Sabbatical” im Lebenslauf eines Bewerbers ganz unterschiedlich. Grundsätzlich spricht nichts gegen ein Sabbatical. Im Gegenteil. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist das A und O. Viele Unternehmen können diese leider nicht bieten. Es gibt nun mal unbezahlte Überstunden, 100% Reisetätigkeit, Schichtdienst und Jobs, an denen Wochenendarbeit keine Seltenheit ist. Daher ist eher von Vorteil, dass ein Mitarbeiter eine solche Auszeit plant und beansprucht, anstatt für längere Zeit wegen Krankheit auszufallen. Trotzdem besteht teilweise der Anspruch, dass innerhalb dieser beruflichen Auszeit etwas sinnvolles oder geistreiches getan werden sollte. Dass in dieser Zeit die Sprachkenntnisse (ggf. im Ausland) erweitert werden oder Workshops / Kurse belegt und zertifiziert werden. Zeit für die Familie und soziales Engagement ist ebenfalls gern gesehen. Wenn jedoch der Eindruck entsteht, dass während des Sabbatical leaves 6 Monate lang auf dem Sofa fern geschaut wurde, kommt dies nicht so gut an. Erlaubt ist es natürlich trotzdem. Es ist immerhin die eigene Entscheidung, wie die berufliche Auszeit genutzt wird. Außerdem kann es sein, dass diese Person wirklich intensive Ruhe und Entspannung braucht. Wichtig ist, trotz der beruflichen Auszeit up to date zu bleiben und die eigene Branche / das eigene Berufsfeld zu verfolgen.

Die Erfahrung zeigt, dass Mitarbeiter/innen nach einem Sabbatical leave mehr Motivation und Tatendrang für die Arbeit mitbringen. Sie sind ausgelassener und haben in der beruflichen Auszeit neue Stärken gewonnen. Seien es Hard-Skills wie eine neue Sprache oder fachliches Know-How durch Fortbildung. Aber auch Soft-Skills, wie ein neues Gespür für Menschen und Trends bzw. das Talent sich besser organisieren zu können, können positive Effekte eines Sabbaticals sein.

Fazit

Meine persönliche Meinung ist, dass es wirklich von Vorteil sein kann, sich aus dem Alltagstrott zu befreien und sich die Freiheit zu nehmen, den eigenen Interesse mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Fakt ist: ein Sabbatical benötigt ausreichend Planung und es braucht auch etwas Mut. Mut, um es im Unternehmen aktiv anzusprechen und zum anderen sich zu trauen, auch mal den Kreis zu durchbrechen und etwas anderes zu tun.

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Welche Formen der Arbeitszeit(en) gibt es überhaupt? Ein kleiner Überblick über verbreitete Modelle

Welche Formen der Arbeitszeit(en) gibt es überhaupt? Ein kleiner Überblick über verbreitete Modelle

Von wegen “Nine-to-Five” – die Landschaft der Arbeitszeiten in Deutschland ist sehr bunt. Oftmals ist an diese auch die Zufriedenheit mit dem Job selbst gekoppelt, da sie auch unterschiedliche Vertrauensgrade oder auch Stresslevel (Nachtarbeit, unregelmäßige Arbeitszeiten) symbolisieren. Die Modelle sind unterschiedlich und um Dir den Durchblick zu verschaffen, haben wir hier populäre aufgelistet und erklären sie Dir kurz. Welches ist Dein bevorzugtes Modell? 

Arbeitszeiten

Chipkarte/elektronische Zeiterfassung

Ja, es gibt sie noch: Die Unternehmen, die die Mitarbeitenden mit nunmehr modernen Chipkarten oder mittels der Anmeldung in einem System die jeweilige Arbeitszeit auslesen lassen. Oft ist dies der Fall, wenn es sich um Arbeitsplätze in der Industrie handelt (z. B. Fließbandproduktion), bei der die einzelne Stunde abgegolten wird. Hier könnte es bei Überstunden ein Vorteil sein, muss doch der/die  Mitarbeitende nicht nachweisen, wann diese geleistet wurden. Im kreativen Bereich beispielsweise käme wohl diese Form der Kontrolle überhaupt nicht gut an.

Nine-to-Five

Noch immer weit verbreitet sind “reguläre” Office-Zeiten. Dies meint häufig auch den klassischen Vollzeit-Job mit 40 Arbeitsstunden/Woche. Es gibt natürlich auch Abstufungen und Ausnahmen, aber grundsätzlich kann sich so gut wie jede/r Mitarbeitende etwas unter dieser Angabe vorstellen und weiß, worauf er/sie sich einlässt. Weiterhin wird die Ausübung der Tätigkeit meist vor Ort vollzogen.

Gleitzeit/Kernarbeitszeit

Im Grundsatz besteht die Gleitzeit noch immer oft aus 40 Arbeitsstunden – jedoch wird hier dem Fakt Rechnung getragen, dass Mitarbeitende die Flexibilität schätzen, auch einmal später oder früher am Arbeitsplatz zu sein. Vereinbart ist hier lediglich die Kernarbeitszeit, zu der sich alle im Büro befinden sollten.

Schichtarbeit

So gut wie jeder Mensch kann etwas mit dem Begriff der Schichtarbeit anfangen. Charakteristisch sind oft wechselnde Arbeitszeiten mit unterschiedlichem Wechselturnus. Man kann in Voll- und in Teilzeit im Schichtbetrieb tätig sein, wobei sich die Ausübung der Tätigkeit nicht immer auf z. B. den Krankenhausbetrieb oder die Produktion und Fertigung beschränken muss. Auch Office-Jobs können in Schichten angesetzt sein (Großsekretariate für mehrere Geschäftsführer beispielsweise).

Teilzeit

Es gibt Gründe im Leben, warum Du lieber in Teilzeit arbeiten möchtest. Zum Beispiel aufgrund frischer Elternschaft oder sozialen Engagements oder, weil Du einfach mehr Lebensqualität erleben möchtest. Es gibt sie zum Glück – die Arbeitsplätze mit verringerter Stundenzahl. Oft wird berichtet, dass man in der kürzeren Zeit ja ähnlich produktiv sein kann, da man hier den Anspruch hat, viel zu schaffen. Unter Teilzeitarbeit versteht man eine Position, die einen Umfang von mehr als 15 Arbeitsstunden/Woche hat. Weiterhin heißt es im § 2 Absatz 1 Satz 1 des Gesetzes über Teilzeitarbeit § 2 Absatz 1 Satz 1 des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge und befristete Arbeitsverträge:

Teilzeitbeschäftigt ist ein Arbeitnehmer, dessen regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers.

Insofern ist alles Teilzeit, was jeweils unter 40 Stunden liegt. Da die Mindestanzahl der Stunden finanziell oft nicht ausreicht, findet man oft Modelle ab 25 Arbeitsstunden/Woche.

sharing job

Jobsharing

Dieses Konzept knüpft an Teilzeitarbeit an – jedoch mit einem ungewöhnlichen Ansatz. Hierbei teilen sich zwei oder mehr Arbeitnehmer eine Stelle bei einem Arbeitgeber. Klingt erst einmal verrückt, ist aber durchaus eine Alternative. Wichtig hierbei ist natürlich, dass der Arbeitsstil der Stelleninhabenden einen reibungslosen Ablauf sicherstellt, die Absprachen funktionieren und sich das Unternehmen überhaupt darauf einlassen kann.

Homeoffice

Ach ja – ein Tag von zu Hause arbeiten, wenn man die Handwerker bei sich hat oder noch ein, zwei wichtige Arzttermine an einem Tag erledigen will. Toll, oder? Es gibt Menschen, die empfinden die Heimarbeit als Wohltat, kann man doch bei der beispielsweise bei der Familie sein und am eigenen Tisch sitzend die Arbeit verrichten. Hierfür bedarf es Disziplin, sodass man es schafft, den Soll zu erreichen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man mehr schaffen kann, wenn man nicht durch Kollegen oder Telefon abgelenkt wird. Allerdings ist man auch vom Team isoliert und auf die Dauer ist das Homeoffice für die Meisten keine Lösung.

Sabbatical

Sabbatical-leaves

Die Auszeit vom Job hat natürlich ebenso etwas mit der Arbeitszeit zu tun. Dieses Modell setzt sich aber eher für Management-Mitarbeitende durch, auf deren Schultern mehr Verantwortung lastet. Natürlich nimmt man nicht einfach den Zeitraum X frei, sondern “spart” sich Zeit in Form eines Kontos an oder durch Gehaltsverzicht. So kannst Du beispielsweise für 3 Monate (sehr beliebte Zeitspanne) ein Projekt für dich realisieren, an einer Weiterbildung teilnehmen oder einfach nur reisen. Wichtig ist, dass du erholt und voller Tatendrang und Ideen wieder an deinen Arbeitsplatz zurück kehrst.

Vertrauensarbeitszeit

Heikel meinen die einen, richtig und wichtig sagen andere. Die Gestaltung der Arbeitszeit liegt in Deinen Händen und die Erledigung der Aufgaben steht im Vordergrund. Also: sofern Du in der Lage bist, Dich optimal zu organisieren, steht einer Vertrauensarbeitszeit nichts mehr im Wege. Hierdurch soll eben das gefördert werden: Deine Fähigkeit, Dich selbst unternehmerisch einzubringen und zu denken und zu planen, indem Du Zeit einsparen kannst. Dies ist der absolute Vertrauensbeweis des Unternehmens Deiner Wahl!

Das ist ein kurzer Überblick über die Landschaft der Arbeitszeitgestaltung innerhalb Deines Jobs. Es gibt natürlich immer wieder Trends, die unsere Möglichkeiten erweitern, jedoch ist die passende Alternative auch immer eine Typfrage und hängt auch vom Unternehmen ab, in dem Du arbeitest oder arbeiten möchtest.

Und falls Du gerade auf der Suche nach einem Job mit einem dieser Modelle bist, schau doch gern in unserem Jobportal vorbei: Jobportal

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Warum nicht direkt zum persönlichen Interview?

Warum nicht direkt zum persönlichen Interview?

Heutzutage werden in Bewerbungsprozessen in der Regel zuerst Telefoninterviews geführt, ehe es zum persönlichen Interview kommt. Das hat einen ganz einfachen Grund: Auf Basis des Telefoninterviews wird entschieden, ob der potentielle Kandidat den Aufwand eines persönlichen Interviews “wert” ist. Denn persönliche Bewerbungsgespräche sind oftmals sehr zeitintensiv – sowohl für das Unternehmen, als auch für den Bewerber. Umso ärgerlicher ist es, wenn man persönlichen Interview feststellt, dass der Kandidat Eigenschaften nicht mitbringt, die für die Stelle von Bedeutung sind.

Wenn Du selbst schon einmal als Recruiter gearbeitet hast, weißt Du wahrscheinlich wovon ich spreche: Es gibt beispielsweise Kandidaten, die in ihrem Lebenslauf ein Muttersprachniveau (C2) angeben, aber nach einem Telefonat weißt Du dann, dass es sich eher um ein B1-Niveau handelt. Mit dem Telefoninterview hast Du dem Unternehmen und dem Kandidaten also wertvolle Zeit gespart.

Darüber hinaus bieten Telefoninterviews Recruitern einen weiteren Vorteil:

Auf eine typische Stellenausschreibung kommen in der Regel 100 oder mehr Bewerber. Aus diesen identifizieren die Recruiter 10-15 Personen, die laut Profil am besten auf die zu besetzende Position passen könnten und rufen sie an. Nach den Telefoninterviews reduziert sich die Menge der potentiellen Kandidaten wiederum auf 5-7 Personen. Diese Kandidaten erwartet dann der nächste Schritt des Bewerbungsprozesses: Das persönliche Interview.

Telefoninterviews lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: angekündigte und unangekündigten Telefoninterviews. Das angekündigte Telefoninterview erfolgt in der Regel nach einem ersten Kontakt über Netzwerk-Portale wie XING und LinkedIn oder einem Email-Kontakt. Hier wird ein kurzes Intro zur gesuchten Position gegeben und bei beidseitigem Interesse ein Telefontermin vereinbart.

Manchmal folgt der Recruiter jedoch nicht dem üblichen Weg und versucht Dich direkt anzurufen. Daher unser TippWenn Du grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber neuen Stellen bist, hab Dein Telefon in der Nähe. Eine freundliche Ansage auf Deiner Mailbox ist ebenfalls hilfreich, denn diese ist unter Umständen der erste Eindruck, den Du hinterlässt.

Allzeit bereit?

Unangekündigte Telefoninterviews sind unter Umständen etwas verzwickter. Wenn Du überraschend in lauter Umgebung oder an einem sehr persönlichen Ort “erwischt” wirst, versuche einen besseren Zeitpunkt zu vereinbaren. Du musst keine Sorge haben, dass Du damit aus dem Rennen bist. Schließlich hat der Recruiter Dich aus einem bestimmten Grund angerufen und wird gern auf Deinen Terminvorschlag eingehen.

Vergiss nicht: Das Telefoninterview ist der erste Eindruck, den das Unternehmen von Dir bekommt. Stelle also sicher, dass Du positiv in Erinnerung bleibst und gut vorbereitet bist. Mach Dir außerdem die Recruiter zum Freund, denn sie können Dir mit wertvollen Tipps eine echte Hilfe sein.

Ein gut geführtes Telefoninterview kann Dich zur nächsten Stufe im Bewerbungsprozess führen – dem persönlichen Interview. Mit Freundlichkeit und Interesse im Telefonat kommst du deinem Traumjob also einen großen Schritt näher.

Wir wünschen Dir viel Erfolg!

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Jobwechsel ohne Gesichtsverlust

Jobwechsel ohne Gesichtsverlust

Die aktuelle Position füllt Dich nicht aus, trotz eines bereits veränderten Aufgabenrahmens sind Deine Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft oder Du möchtest schlichtweg eine andere Richtung einschlagen? Dies sind klare Anzeichen dafür, dass es an der Zeit ist, sich aktiv umzuschauen und andere interessante Möglichkeiten bei einem neuen Arbeitgeber in Betracht zu ziehen.

Zwei Dinge vorweg: Der Drang nach Veränderung und Entwicklung ist mehr als menschlich! Zudem handelt es sich um eine professionelle Beziehung. Ein aufkommendes schlechtes Gewissen kannst du möglicherweise nicht unterdrücken, dies ist jedoch fehl am Platz, wenn es sich etwa um die eingangs genannten Gründe handeln sollte. Im Fokus stehst Du mit Deiner Karriere.

Wie du frustfrei nach einem Job suchen kannst, haben wir dir bereits in unserem Beitrag  “15Tipps”  verraten.  Wenn Du erfolgreich warst, einen neuen Job gefunden und den Arbeitsvertrag sicher hast, solltest Du darauf achten, dass beide Seiten das Gesicht nicht verlieren und eine Abwicklung im Guten möglich ist. Hierbei gilt es einige Punkte im Ablauf zu beachten.

Ob Dein Weggang nun überraschend kommt oder auch absehbar ist – Respekt sollte (zumindest auf Deiner Seite) das A und O sein. Dazu gehört, dass Du z. B. einen Termin für ein Gespräch mit deiner Führungskraft festlegst, und ggf. schon vorher, je nach Beziehung, mitteilst, worum es geht. So kann sich auch Dein Gegenüber vorbereiten und steht nicht völlig im Regen, wenn Du Deine Entscheidung übermittelst. Achte auch darauf, dass Deine Kündigung keine Formfehler enthält. Hilfreiche Informationen findest du dazu auch in im Artikel“Richtig kündigen”

Auch der Ablauf will gut geplant sein – hier nun unsere Tipps für einen gelungenen Wechsel:

1. Professionalität wahren

Dein_e Vorgesetzter ist Deine Ansprechperson, wenn es sich um Organisatorisches handelt– und das sollte auch so bleiben! Sobald Du für klare Verhältnisse sorgen kannst: hole ihn oder sie dringend ins Boot und gehe nicht den Weg über den Flurfunk (auch wenn die Gründe für Deinen Wechsel in zwischenmenschlichen Dingen liegen mögen). Wie bereits erwähnt möchtest Du Deine Professionalität unbedingt unter Beweis stellen, auch wenn sich Eure Wege trennen. Zudem ist es aus personellen Planungsgründen wichtig, dass dies Dein erster Weg sein sollte. So könnt ihr im Vorfeld gemeinsam festlegen, wie der weitere Verlauf sein wird.

2. Umgang mit den Kollegen

Deine Kollegen und das Team werden vielleicht schon vorher involviert sein – das bleibt nicht immer aus. Wenn es aber um die Kommunikation die Abwicklung betreffend geht, solltest Du das Kommando an denjenigen oder diejenige übergeben, der/die die Führung inne hat. So vermeidest Du Missverständnisse und kannst Dich auf das berufen, was  Du gemeinsam mit der Führungskraft besprochen hast.

3. Letzte Schritte – die Übergabe

Deine Übergabe sollte ein Zeugnis Deiner vorher geleisteten Arbeit und gut vorbereitet sein. Je nachdem, welche Position Du inne hattest, kannst Du diese ausführlich vorbereiten oder zumindest grobe Pakete schüren. Deine Position wird noch während der letzten Zeit deiner Anwesenheit nachbesetzt und Du kannst jemanden einarbeiten? Prima! Sei kollegial und hilfsbereit – schließlich hast Du Dich auch irgendwann einmal zu genau diesem Job entschieden und kannst Dein wertvolles Know-How an jemanden weitergeben, der Dir dankbar für ausführliche Informationen sein wird. Sollte dieser Fall nicht gegeben sein, so gehe noch einmal mit Deiner Führungskraft und dem Team ins Gespräch, was die wichtigsten Bestandteile waren und wie Du sie konkret für jemanden vorbereiten kannst oder was übergangsweise auch an das Team gegeben werden kann.

Auch wenn es schwierig ist, solltest Du Dir vor Augen halten: Die Firma, die Du im Begriff bist zu verlassen, zählt möglicherweise bis zur letzten Minute auf Dich. Von daher bleibe fair und bemühe Dich darum, ebenso bis zum letzten Moment voll bei der Sache zu sein, auch wenn Du gedanklich bereits den Hut genommen hast. Denn dieses Verhalten wird ebenso in die Beurteilung einfließen – und schließlich ist es noch immer Dein eigener Name, unter dem Du agierst.

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Wie finde ich den passenden Studenten für mein Unternehmen?

Wie finde ich den passenden Studenten für mein Unternehmen?

Einen Studenten bei Dir im Unternehmen anstellen? Ja oder Nein? Eine wichtige Frage! Einen Studenten bei sich im Unternehmen zu beschäftigen, bedeutet gerade am Anfang ganz klar: Investieren. Es benötigt immer etwas Zeit, bis ein Student eingearbeitet wurde und die Prozesse erlernt hat. Gerade am Anfang wirkt es, als würde der Student bloß Zeit und Geld kosten, ohne dass dieser großartig Verantwortung übernehmen oder selbstständig Aufgaben erledigen kann. Doch gerade Studenten sind sehr aufnahmefähig, neugierig und motiviert, Neues zu erlernen und sobald sie den Dreh heraus haben, sind sie wertvolle Teammitglieder. Die Young Professionals bringen außerdem neuen Wind mit sich und ermöglichen eine moderne Sichtweise auf das Unternehmen und die Aufgaben.

Es kommt des Weiteren ganz darauf an, in welcher Art der Anstellung der Student bei Dir tätig sein soll. Welche Möglichkeiten es gibt und wie die Rekrutierung solcher Studenten aussehen kann, erfährst Du in diesem Artikel.

Wie unterscheiden sich Praktikanten, Werkstudenten und Dualstudenten?

Ein Praktikum ist zeitlich begrenzt und wird meist in Vollzeit ausgeführt. Häufig bleiben Praktikanten 3-6 Monate in einem Unternehmen. Handelt es sich um ein Pflichtpraktikum, haben die Studenten während des Praktikums keine Vorlesungstermine – gegebenenfalls einzelne Module oder Pflichtveranstaltungen. Ein Unternehmen, welches Praktikanten beschäftigt, muss bestimmte Vorschriften einhalten. Teilweise werden diese direkt von der Universität vorgeschrieben. Werden die Vorgaben nicht eingehalten, wird das Praktikum dem Studenten nicht anerkannt. Nicht zu vergessen: es gibt auch gesetzliche Vorschriften, welche in jedem Fall zu berücksichtigen sind. Wir empfehlen Dir, wenn nicht von dem Gesetz anders vorgegeben, Deinen Praktikanten eine kleine Vergütung anzubieten. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und steigert zudem durchaus die Motivation, Leistung zu erbringen.

Informationen zur Vergütung, zum Versicherungsschutz etc. kannst Du gern hier nachlesen: http://www.meinpraktikum.de/bewerbung/praktikumsrecht

Ist das Praktikum in guter Erinnerung behalten worden, bewerben sich Praktikanten gern bei dem Unternehmen als Werkstudent oder nach dem Studium als Festangestellte. Das ist auf jeden Fall auch in Deinem Interesse.

Die Beschäftigung eines Werkstudenten setzt voraus, dass diese/r bei einer ordentlichen Fach- oder Hochschule immatrikuliert ist und dass die Tätigkeit das Studium nicht beeinträchtigt. Dies bedeutet, dass die Vorlesungstermine beachtet werden müssen und dass der Werkstudent während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten darf. Während der vorlesungsfreien Zeit, können Werkstudenten jedoch bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten. Viele Studenten sind mehrere Semester lang Werkstudenten beim selben Unternehmen. Der Sinn einer solchen Anstellung ist, dass der Student in einem Bereich tätig ist, welcher fachlich zu seinem Studiengang passt. Sind beide Seiten miteinander zufrieden, lässt sich über eine Übernahme nach Studienabschluss sprechen.

Rechtliche Grundlagen bei der Beschäftigung von Werkstudenten kannst Du hier finden: http://www.lohn-info.de/studenten_werkstudenten_ordentlichen_studierenden.html

Praktikanten als auch Werkstudenten haben eine lockere Bindung zu dem Unternehmen, bei dem sie tätig sind. Entweder, weil ein befristeter Vertrag zugrunde liegt und die Studenten nach absolvierter Arbeitszeit das Unternehmen verlassen, oder weil es leichter und unkomplizierter ist, den Arbeitgeber zu wechseln bzw. es ohnehin im Interesse des Studenten ist, verschiedene Unternehmen kennen zu lernen.

Generell sind Werkstudenten sehr flexibel einsetzbar. Je nach Abstimmung können die Arbeitszeiten, den internen Kapazitäten angepasst werden, wenn dies im Einklang mit den Vorlesungen geschieht.

Dualstudenten sind deutlich stärker und länger an das Unternehmen gebunden. Daher sollte auch die Arbeit inhaltlich zu dem Studiengang passen. Der Student arbeitet das gesamte Studium in einem Unternehmen. Die Arbeitszeiten der Dualstudenten können sehr variieren, da die Universitäten und Hochschulen verschiedenen Modellen nachgehen. Einige Universitäten bieten die Vorlesungen an 2 Tagen pro Woche an. Die restlichen 3 Tage können die Dualstudenten in Teilzeit bei ihrem dualen Partner arbeiten. Dabei handelt es sich um das Wochenmodell. Andere Universitäten gehen dem Blockmodell nach. Hier gibt es für die Dual Studenten 3 Monate intensive Vorlesungszeit und anschließend 3 Monate Vollzeitbeschäftigung bei ihrem dualen Partner – sie werden aber die gesamten 6 Monate bezahlt. Bei Fernuniversitäten oder virtuellen Studien mit keinen oder wenig Präsenzterminen wird sich meist individuell geeinigt.

Im Regelfall übernimmt das Unternehmen die Studienkosten und vergütet die intensive Arbeitszeit des Studenten. Der Student, welcher bereits während seines Studiums seinen dualen Partner kennen gelernt hat, findet nach dem Studium direkt den Anschluss in die Berufswelt und muss sich nicht in das Chaos der Massenbewerbungen werfen.

Wie rekrutiere ich zu meinem Unternehmen passende Studenten?

Aber wie kommt Dein Unternehmen an die am besten passenden Studenten heran? Generell sei gesagt, dass es sich in jedem Fall lohnt, auf sich aufmerksam zu machen. Warum sollte sich ein Student bei Dir bewerben, wenn er keinen Hinweis darauf findet, dass Du studentische Unterstützung suchst? So kannst Du zum Beispiel den Career Service der Universitäten nutzen oder offene Positionen gezielt in Jobbörsen mit der Zielgruppe Studenten veröffentlichen. Achte dabei auch auf den Studienverlauf. Die wenigsten Bewerbungen gehen während der Prüfungszeit ein, während sich jedoch in den Semesterferien eifrig beworben wird. Neben den Jobbörsen kannst Du auch die sozialen Netzwerke nutzen, um auf Deine Stelle aufmerksam zu machen.

Mit zeitlichem Vorlauf zum Praxissemester sind die Studenten selbst aktiv auf der Suche und bewerben sich bei verschiedenen Unternehmen. Auch hier empfehlen wir passende Jobbörsen wie zum Beispiel: https://www.jobware.de/Praktikum/.

Unser Recruiter-Tipp: Reagiere zeitnah auf die Bewerbungen. Viele Studenten bewerben sich bei 10 Unternehmen gleichzeitig. Schnelle positive Rückmeldungen lohnen sich!

Bis zu diesem Stand im Semester haben sich bereits viele Studenten einen Account bei Xing oder LinkedIn erstellt. Auch hier gibt es die Möglichkeit, Praktika auszuschreiben und das Interesse auf sich zu ziehen.

Generell, sollten die Anforderung nicht zu streng sein und eher offener gehalten werden. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn zum Beispiel hygienische Vorschriften eingehalten werden müssen und der Praktikant ein Gesundheitszeugnis benötigt oder andere spezielle Qualifikationen wie eine bestimmte Führerscheinklasse die Voraussetzung ist.

Ähnlich wie bei Praktikanten findest Du Deine Werkstudenten auf ähnlichen Plattformen und Jobbörsen. Über https://de.indeed.com/ konnten wir bereits mit einer zeitlich günstig geschalteten Stellenanzeige, viele Bewerbungen von interessierten Werkstudenten für unseren Kunden generieren. Aber auch wir durften die Erfahrung machen, dass zur Klausurzeit leider wenig passiert. Was für die Praktikanten gilt, gilt größtenteils auch für die Werkstudenten. Generell sind Gehaltsangaben in Stellenanzeigen in Deutschland unüblich – das muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden. Dennoch sei gesagt, dass die wenigsten Studenten sich mit dem Mindestlohn locken lassen. Mindestens 10 Euro die Stunde sollten gezahlt werden.

Bei Dualstudenten sind Unternehmen in einer Luxus-Situation. Denn hier reißen sich die Studenten um die Position. Gerade als Partner von Hochschulen und Universitäten steht Dein Unternehmen auf einer Referenzliste hoch in der Aufmerksamkeit. Die Bewerbungsphasen dauern hier auch etwas länger und es gibt deutlich mehr Bewerbungsschritte als bei Praktikanten oder Werkstudenten. Interessierte Studenten bewerben sich ca. 1 Jahr vor Studienbeginn bei den Unternehmen. Dabei erhalten gerade große Unternehmen wie die Deutsche Bahn und die Volksbank Raiffeisenbank teilweise über 100 Bewerbungen für nur eine einzige Position. Aber auch kleine Unternehmen sind sehr beliebt und können bis zu 50 Bewerbungen erhalten. Bei den Bewerbern handelt es sich meist um Abiturienten oder Auszubildende, welche noch in der Abschlussphase oder gerade fertig geworden sind, bzw. sich zwischen Abitur und Studium ein Jahr Zeit lassen, für Auslandsaufenthalte, Reisen, Praktika o. ä.. Das bedeutet in vielen Fällen, dass diese Bewerber bis auf das Abiturzeugnis kaum etwas vorzuweisen haben. Je nach Studiengang variieren hier auch die Themenfelder, welche abgefragt werden.

Die Deutsche Bahn bietet Interessenten einen ersten kleinen online Eignungstest: https://karriere.deutschebahn.com/de/de/bewerbung/bewerben-als-schueler/bewerbungsverfahren-studium/auswahlverfahren-studium-onlinetest/

Aus den Bewerbern mit einem guten Ergebnis in der Case Study wird weiter selektiert und für die nächste Runde eingeladen. Der vorletzte oder letzte Schritt ist meist ein Assessment Center. Gängig sind Selbstpräsentationen, eine Einzel- und eine Gruppenaufgabe. Ein solcher Bewerbungsprozess ist natürlich viel intensiver und aufwendiger für beide Seiten. Bewerber für duale Studiengänge sind sich bewusst, dass es schwer und zeitintensiv ist, einen solchen Platz zu erlangen. Auch für sie geht es um sehr viel. Denn logischerweise werden Studenten ohne dualen Partner für duale Studiengänge abgelehnt und sie müssen sich etwas anderes suchen. Der Sinn dieses intensiven Bewerbungsprozesses ist daher nicht nur, dass Dein Unternehmen den Studenten kennenlernt, sondern auch der Student Dein Unternehmen kennenlernt. Sollte dieser nun sein gesamtes Studium bei Dir im Unternehmen verbringen, muss er wissen, worauf er sich einlässt.

Fazit

Es gibt bedeutende Unterschiede bei der Beschäftigung und Rekrutierung von Studenten. In jedem Falle solltest Du auf Deine Sichtbarkeit achten und überlegen, passende Kooperationen mit Hochschulen und Universitäten einzugehen. Je intensiver die künftige Zusammenarbeit, desto aufwendiger der Bewerbungsprozess. In jedem Falle lohnt es sich, Studenten zu unterstützen. So kannst Du Dir die größten Talente frühzeitig sichern. Relevante Berufserfahrung ist auch für Studenten wirklich sehr wichtig und wird bei Bewerbungen nach dem Studium gern gesehen. Du erleichterst dem Studenten den Einstieg in das Berufsleben. Du erleichterst die Entscheidung für Dein Unternehmen nochmals erheblich, wenn Du einen Einstieg bereits vor Semesterbeginn ermöglichst. So stürzt das Semester-Chaos und die Einarbeitungsphase nicht gleichzeitig auf Deine Werkstudenten/innen ein. Erfahrungsgemäß sind zuverlässige Studenten, die auch nach dem Studium bei Dir im Unternehmen bleiben, eine Bereicherung für Dein Unternehmen. Ihr werdet es Euch gegenseitig danken.

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Karrierenetzwerke, wir müssen reden

Karrierenetzwerke, wir müssen reden

Das Leben mit Euch könnte so einfach sein. Aber das ist es nicht. Warum eigentlich nicht? Genau darüber müssen wir reden, denn es gibt einen Grund, warum Karrierenetzwerke ein so wichtiges Werkzeug sind. In der Theorie. In der Praxis ist das Verhältnis zu Euch zwiespältiger als gedacht. Das hat sehr viel mit nur einem zentralen Aspekt zu tun, den Karrierenetzwerke aus verschiedensten Gründen gerade nicht auf die Beine stellen können: Zuverlässigkeit.

Warum ist Zuverlässigkeit der zentrale Punkt? Und warum hapert es daran immer wieder? Wenn das so einfach wäre… Das gilt jetzt natürlich für viele Jobs – aber als Recruiter hat man mit Menschen zu tun. Das macht die Aufgaben am Ende so schwer kalkulierbar. Menschen, die gestern noch begeistert einem Job zusagten, springen heute wieder ab. Es ist traurig, aber das passiert. Anforderungsprofile werden über Nacht geändert und es wird schwer, diese wieder am Markt einzufangen. Termine werden nicht eingehalten, Antworten bleiben aus. All das passiert, wo man mit Menschen zu tun hat. Das gehört dazu, aber es schafft einen grundlegende Unberechenbarkeit für Recruiter, die wir selbst gerne so bekämpfen: Organisation, Planung und Zuverlässigkeit.

Das erklärt, warum immer die Zuverlässigkeit ein sicherer Hafen ist, den Recruiter immer ansteuern wollen. Bei allen Unwägbarkeiten sollten immerhin die technischen Tools funktionieren. Aber das tun sie nicht. Nicht so, wie es zu wünschen wäre. Das fängt bei vermeintlich harmlosen Änderungen an. Vor einigen Wochen rollte XING beispielsweise eine neue Oberfläche für den Messaging-Bereich aus. Alles sollte moderner werden, den mobilen Kommunikationsgewohnheiten angemessen. Gut, verständlich. Doch das Ergebnis war desolat. Ein Messenger ist eben nicht unbedingt der Rahmen, in dem es sich gut und nachhaltig kommunizieren lässt. Er ermöglicht lockere, flüchtige Kommunikation. Aber einen regen Austausch über verschiedene Gespräche hinweg kann man damit nicht pflegen. Nicht im Ansatz.

Sicher, der Talentmanager ist für die Profis gedacht, die massenhaft Kommunikationen anstoßen. Doch komfortabel war er nicht und für eine simple Antwort auch nicht nötig. Doch jetzt? Sortieren, markieren, suchen – das geht nur noch rudimentär. Da bricht keine Welt zusammen, aber doch gewohnte Workflows. Was heute noch ging, geht morgen nicht mehr. Das ist durchaus auch mal zu verkraften.

Doch ein großes Problem wird daraus, wenn es sich im Netz um einen wilden Cluster von Netzwerken, Tools und Anwendungen für Personaler handelt. Sie alle haben ihre eigenen Denkweise, ihr eigenes Geschäftsmodell und ändern diese nach Belieben. Gerne auch mal ohne große Vorwarnung. Es gibt keinen Standard, keine einheitliche Ebene des Austauschs. Es gibt APIs, mit denen wiederum andere Anwendungen wieder ihre eigene Lösung basteln und anbieten. Es ist ein Dschungel.

Und ein Dschungel ist das Gegenteil von dem, was Recruiter an Zuverlässigkeit suchen. LinkedIn zieht wieder eine neue Bezahlschiene ein, XING ändert die Oberfläche, ein weiteres Netzwerk fällt komplett zusammen. Alle bieten ihre eigenen Lösungen, wollen bestenfalls das Projektmanagementtool sein für die ganze Teamarbeit. Sind dann aber doch nichts Halbes und nichts Ganzes, sodass es doch wieder nur einen großes, unübersichtliches Angebot an Insellösungen gibt, die alle gerne die einzigen wären, auf die Recruiter setzen.

Doch das schafft ein größeres Problem: Abhängigkeit. Locked-in-Effekte mögen aus Sicht der Anbieter attraktiv sein, doch digitale Monokulturen sind nichts anderes, als der größte Unsicherheitsfaktor. So gesehen, da ist der Überfluss ja beinahe wieder die einzige Lösung.

Wenn es doch aber nur etwas zuverlässiger wäre, mit den Anbietern und den Karrierenetzwerken…