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Mache XING zu Deinem Karrieresprungbrett – so wirst Du von Recruitern auf XING optimal gefunden

Dass sich Personaler bei der Suche nach Mitarbeitern nicht mehr nur auf klassische Stellenanzeigen verlassen, ist kein Geheimnis. Immer öfter sprechen sie auch aktiv über Social Business Networks wie zum Beispiel XING passende Kandidaten an. Da erzählen wir Dir sicher nichts Neues.

Mache XING zu Deinem Karrieresprungbrett –

so wirst Du von Recruitern auf XING optimal gefunden

Dass sich Personaler bei der Suche nach Mitarbeitern nicht mehr nur auf klassische Stellenanzeigen verlassen, ist kein Geheimnis. Immer öfter sprechen sie auch aktiv über Social Business Networks wie zum Beispiel XING passende Kandidaten an. Da erzählen wir Dir sicher nichts Neues.

Aber wie nutzt Du Dein XING-Profil jetzt effektiv für Deine Karriere? Wie machst Du Recruiter auf Dich aufmerksam? Wie schaffst Du es, für Positionen angesprochen zu werden, die Dich auch wirklich interessieren? Und wie gehst Du mit Jobangeboten um, wenn Du doch eigentlich gerade ganz zufrieden in Deinem aktuellen Job bist?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir Dir hier ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen Du Dein XING-Profil zu Deinem Karrieresprungbrett machst.

Sei für Deine Zielgruppe sichtbar

Auf XING lässt sich sehr genau einstellen, wie “sichtbar” ein Profil sein soll – und mit welchen Informationen. So kannst Du z.B. festlegen, ob Dein Profil auch für nicht XING-Mitglieder über Suchmaschinen gefunden wird und wer welche Details einsehen kann. Grundsätzlich gilt: Je sichtbarer Dein Profil ist, umso einfacher ist es für Recruiter, Dich zu finden. Professionelle Recruiter haben sog. “Talentmanager”-Profile. Für diese  kannst Du sogar gezielt Dokumente wie Deinen Lebenslauf oder Zertifikate zur Einsicht freigeben.

Grundsätzlich macht es aber Sinn, Dein Profil so offen wie möglich zu gestalten. Denn wieso sollte man ein berufliches Profil verstecken wollen? Je sichtbarer Du bist, umso einfacher ist es auch für Geschäftspartner, Dich via XING zu finden und mit Dir in Kontakt zu treten bzw. zu bleiben.

Runde Dein Profil mit einem professionellen Foto ab

XING bietet Dir die Möglichkeit, ein Foto in Dein Profil einzubinden. Grundsätzlich gelten in beruflichen Netzwerken für Fotos dieselben Regeln, wie bei Deinem Lebenslauf: Es steht Dir vollkommen frei, ob Du ein Foto hochlädst oder nicht. Für Recruiter ist ein fehlendes Foto kein Ausschlusskriterium, aber ein Foto macht Dein Profil – auch für Geschäftspartner – gleich ein wenig sympathischer und seriöser.

Wenn Du Dich für ein Foto entscheidest, achte darauf, dass es möglichst aktuell und professionell ist. Wichtig: das Foto sollte zu den Stil-Erwartungen Deines Wunschberufs und der Branche passen.

Nutze den beruflichen Steckbrief unter Deinem Namen

Unter Deinem Namen hast Du die Möglichkeit einen kurzen beruflichen Steckbrief mit Deiner aktuellen Tätigkeit, Deinem Arbeitgeber, Deinem beruflichen Status sowie Deiner beruflichen und akademischen Ausbildung einzufügen. Dieser Teil wird Recruitern bei der Suche immer mit als erstes angezeigt aber leider viel zu häufig von XING-Mitgliedern vernachlässigt. Halte Deinen XING- Steckbrief immer aktuell! Wenn sich z.B. Deine Berufsbezeichnung geändert oder Dein Tätigkeitsfeld geändert haben, ändere dies nicht nur in Deiner Berufserfahrung, sondern auch in Deinem Steckbrief.
Warum? Wenn ein Recruiter eine Managementposition besetzt, wird er in der Regel nicht das Profil von jemanden öffnen, in dessen Steckbrief unter beruflicher Status „Student“ vermerkt ist…

Definiere Deine Karrierewünsche genau

Unter diesem Punkt Karrierewünsche kannst du Angaben zum Karrierestatus (bist Du an Angeboten interessiert oder nicht), zu Deinen Gehaltsvorstellungen, zu bevorzugten Arbeitsorten, Branchen und Tätigkeitsfeldern und zur Deiner Reisebereitschaft machen.

Je detaillierter Deine Angaben sind, desto einfacher ist es für Recruiter, Dich einerseits im richtigen Kontext zu finden und andererseits, Dir passende Jobs anzubieten.

Mach sinnvolle Angaben in den Rubriken Ich biete und Ich suche

Gerade der Teil Ich biete ist für Recruiter besonders spannend. Hier machst Du Angaben zu Deinen Stärken und zu den Bereichen, bei denen Du Erfahrungen. Diese Angaben entscheiden auch darüber, wie schnell Dein Profil von einem Recruiter gefunden werden kann. Deshalb ergibt es Sinn, hier alle relevanten Erfahrungen in prägnanten Schlagworten wiederzugeben.

Achte bei Deinen Angaben immer auf eine korrekte Rechtschreibung. Nur so können Deine Schlagwörter auch gefunden werden.

So gestaltest Du Deine Angaben unter dem Punkt “Berufserfahrung” sinnvoll

Die Rubrik Berufserfahrung ähnelt sehr stark dem Lebenslauf und sollte mit gleicher Sorgfalt behandelt werden. Das ist die Rubrik, die die Recruiter – neben Deinen Angaben unter Ich biete – am meisten interessiert. Biete ihnen also an dieser Stelle etwas an.

Neben einer reinen Aufzählung der einzelnen Stationen, solltest also auch kurz beschreiben, was Deine Hauptaufgaben waren, welche besonderen Projekte Du betreut hast und welche Erfolge Du erzielen konntest. Gib auch immer die entsprechende Karrierestufe und Details zum Unternehmen (Größe, Branche etc.) mit an.

Achte außerdem darauf, dass sich Deine Angaben im XING-Profil und in Deinem Lebenslauf decken – Unstimmigkeiten hinterlassen andernfalls einen skeptischen Eindruck bei dem Recruiter.

Gib Sprachkenntnisse wahrheitsgemäß an

Bei den Sprachkenntnissen gilt dasselbe, wie auch schon bei den Angaben zur Berufserfahrung – sei ehrlich zu Dir selbst. Beim ersten Gespräch wird ein Schwindel auffliegen und Du wirst aus dem Bewerbungsprozess rausfliegen.

Diese Angaben sind in den Rubriken Ausbildung, Qualifikationen und Auszeichnung relevant

Hier gilt – genau wie im Lebenslauf – alle Angaben, die für Deine berufliche Karriere sinnvoll sind, sind auch relevant.

  • Unter dem Punkt “Ausbildung” reichen Angaben zum höchsten erreichten Bildungsabschluss und in den ersten Berufsjahren noch Angaben zur Berufsausbildung.
  • Unter Qualifikationen und Auszeichnungen zähle alle Zertifikate, Seminare und Auszeichnungen auf, die berufsrelevant sind.

Du befindest Dich aktuell in einem festen Arbeitsverhältnis?

Wenn Du Dein berufliches Online-Netzwerk clever nutzt, bist Du bei XING natürlich auch mit Kollegen und Vorgesetzten vernetzt. So soll es ja auch sein. Wenn Du Dich aus einem festen, unbefristeten Arbeitsverhältnis heraus, aktiv nach einem Job umsiehst, können aber gerade diese Kontakte problematisch werden. Bedenke – auch Dein Chef kann Deine Bewegungen auf XING verfolgen.

Um also unangenehme Personalgespräche zu vermeiden, suche nicht allzu offensichtlich nach einem Job über XING. Zumindest dann nicht, wenn Dein aktueller Arbeitgeber über Deinen Wunsch nach beruflicher Veränderung noch nicht informiert ist. Folgende Punkte gilt es in diesem Fall zu beachten:

  • Wähle unter dem Punkt Ihr aktueller Karrierestatus bei Karrierewünsche nicht Ich bin derzeit auf Jobsuche, sondern lieber “Ich bin zwar nicht auf Jobsuche, aber offen für Angebote”
  • Schreibe unter dem Punkt Ich suche nicht nach einem neuen Job in meinem Fachbereich oder Kontakt zu Recruitern.

Du bringst Erfahrung im Marketing mit? Dann schreib nicht einfach nur Marketing, sondern suche weitere Schlagwörter, die Deine Marketing-Erfahrung detailliert beschreiben, z.B SEO, Content Marketing, RTB, Social Media, etc.

Du hast Kenntnisse in unterschiedlichen Programmiersprachen? Dann gib sie alle an. Starte mit der Sprache, die Du am besten beherrschst bzw. mit der, in der Du bevorzugt arbeitest und arbeite Dich dann die Liste „runter”. Noch besser ist es, wenn Du zudem eine kurze Einschätzung zum Beherrschungsgrad machst, zum Beispiel “fortgeschritten”, “perfekt”, “Grundkenntnisse”.
Achte darauf, die Balance zwischen detailliert und völlig überladen nicht zu verlieren! Prüfe regelmäßig, ob alle angegebenen Kenntnisse und Erfahrungen auch für Deine Wunschpositionen wichtig sind. Zu viele „unwichtige“ Angaben können schnell dazu führen, dass Du für die falschen Positionen angesprochen wirst. Und das wird Dich nerven und die Recruiter frustrieren.
Wie auch schon im Lebenslauf angemerkt, ist es nicht unbedingt nötig, noch einmal explizit darauf hinzuweisen, dass Du mit den Microsoft-Office-Produkten vertraut bist (es sei denn, Du weißt das diese Tools für Deine präferierten Stellen häufig explizit abgefragt werden). Viel interessanter sind für Recruiter speziellere CRM-Tools und ähnliche spezifische Kenntnisse.

Sei aktiv

Es ist sinnvoll, bei XING Aktivität nachzuweisen. Gerade dann, wenn Du aktiv auf Jobsuche bist. So stellst Du es am besten an:

Hier kannst Du mit Gleichgesinnten zu fachlichen relevanten diskutieren, eigene Beiträge veröffentlichen, auf Dich aufmerksam machen und neue Kontakte knüpfen, die für Deine Karriere interessant sein könnten.
Vielleicht wird im Unternehmen Deiner Kontakte eine Stelle frei. Dann kann es gut sein, dass man sich an Dich erinnert und Dich empfiehlt. Dazu ist es natürlich wichtig, dass Du Deine Kontakte pflegst. Gratuliere z.B. zu Geburtstagen (diese zeigt XING Dir an) oder frage Deine Geschäftspartner, ob sie auch an der Messe XY teilnehmen. Sei aber bei Deinen Konversationen nicht zu aufdringlich.
Checke regelmäßig Dein Postfach. Es ist ärgerlich, wenn Du ein interessantes Jobangebot erhältst und die Stelle – nur, weil Du zu spät geantwortet hast – schon durch jemand anderen besetzt wurde.

Das beste Karrierenetzwerk bringt Dir nichts, wenn Du es nicht pflegst. Dabei kann es schon helfen – gerade dann, wenn Du nicht aktiv auf der Jobsuche bist – Dir einmal im Monat einen festen Termin zu setzen um Dein Profil wieder aufzufrischen.

An diesem Termin solltest Du dann für Dich selbst prüfen, …

  • … ob Deine letzte Angabe unter dem Punkt Berufserfahrung noch aktuell ist. Vielleicht hast Du ja den Arbeitgeber gewechselt oder innerhalb des Unternehmens eine neue Position eingenommen.
  • … ob Deine Angaben unter Ich biete und Ich suche soweit noch zutreffend sind und vor allem, ob sie zu den Stellen passen, die dazu interessant sind.

Trau Dich – sprich Recruiter aktiv Direkt an

Warum denn auch nicht? Im besten Fall haben sie zurzeit eine Stelle zu besetzen, die genau mit dem übereinstimmt, was Du suchst und Du hast schon mal einen Fuß in der Tür. Im schlimmsten Fall haben sie aktuell keine Position die zu Dir passt, kennen Dich aber jetzt und haben Dich für  passende Stellen zukünftig auf ihrem Radar.

Du wirst immer für die falschen Stellen angeschrieben?

Das ist lästig. Zum gefühlt 100. Mal erhältst Du ein Jobangebot für eine Position, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zu Dir passt? Stop! Durchatmen und bevor Du das Angebot jetzt ignorierst oder eine genervte Antwort formulierst, in der Du die Kompetenz des Recruiters in Frage stellst und Deinem Unmut so richtig Luft machst –  denke kurz über folgende Punkte nach:

  • Die wenigsten Leute haben die Zeit (geschweige denn Lust), Nachrichten zu Jobangeboten zu lesen, die sich über zwei Seiten erstrecken. Deshalb beschränken sich Recruiter in der ersten Ansprache i.d.R. auf die wichtigsten Fakten zur Stelle. Wenn die beworbene Position also nicht völlig aus der Richtung liegt, kann es sich für Dich lohnen, noch einmal detaillierte Informationen anzufragen. Vielleicht bietet Dir die vermeintlich unpassende Stelle ja doch genau die Entwicklungsmöglichkeiten, die Du eigentlich suchst.
  • Denk immer daran, Recruiter sind auch nur Menschen und Menschen machen leider Fehler. Wenn die Stelle also überhaupt nicht zu Dir passen sollte, ist der Recruiter für ein Feedback, warum sie nicht passt, sehr dankbar. Richtiggehend glücklich machst Du ihn, wenn Du dann auch noch mitteilst, was Du suchst. An dieser Stelle gilt wieder: „Je detaillierter, desto besser!“ Schreib dem Recruiter, welche Tätigkeiten für Dich interessant sind und was Du von Deinem zukünftigen Arbeitgeber erwartest. Mach auch ruhig Angaben zu bevorzugten Arbeitsorten, Gehaltswünschen und zu Deiner Reisebereitschaft. Je mehr Informationen der Recruiter hat, desto leichter wird es für ihn, Dich das nächste Mal für ein perfekt passendes Stellenangebot zu kontaktieren.
  • Wenn Du feststellst, dass unterschiedliche Recruiter Dich immer wieder für dieselbe „falsche Stelle“ anschreiben, frag doch einfach einmal nach, woran das liegt. Vielleicht werden bestimmte Passagen in Deinem XING-Profil falsch interpretiert und Du bekommst hilfreiche Profi-Tipps, wie Du Dein Profil optimal für Dich passend  aufbereiten kannst.

Du bist nicht auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber und von den Anfragen genervt?

Die gute Nachricht – Du hast offenbar ein gefragtes berufliches Profil und musst Dir um Deine Zukunft keine Sorgen machen.  Aber natürlich bist Du trotzdem auch genervt, schon klar. Teile dem Recruiter doch einfach kurz (und im Idealfall auch höflich) mit, dass Du bei Deinem jetzigen Arbeitgeber zufrieden bist und deshalb zurzeit kein Interesse an der Stelle hast. Natürlich ist es schade für Recruiter, wenn sie Dich nicht für eine Position gewinnen können. Aber wenn sie seriös arbeiten, freuen sie sich zu hören, dass Du in Deinem Job glücklich bist und werden nicht versuchen, Dich auf Biegen und Brechen vom Gegenteil zu überzeugen.

Du suchst nach Karrieremöglichkeiten im Ausland?

XING ist zwar im deutschsprachigen Raum sehr verbreitet und erfolgreich, aber auf dem internationalen Markt ist Linkedin das Maß der Dinge für berufliche Kontakte. Wenn Du also internationale Karrieremöglichkeiten suchst, solltest Du Dir – neben Deinem XING-Profil – auch ein Linkedin-Profil zulegen. Die Grundsätze sind die gleichen.

Und nicht vergessen

Wenn Du international Jobs suchst, sollte Dein Profil auch entsprechend auf Englisch sein, damit man Dich weltweit versteht 😉