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Mache XING zu Deinem Karrieresprungbrett – so wirst Du von Recruitern auf XING optimal gefunden

Mache XING zu Deinem Karrieresprungbrett –

so wirst Du von Recruitern auf XING optimal gefunden

Dass sich Personaler bei der Suche nach Mitarbeitern nicht mehr nur auf klassische Stellenanzeigen verlassen, ist kein Geheimnis. Immer öfter sprechen sie auch aktiv über Social Business Networks wie zum Beispiel XING passende Kandidaten an. Da erzählen wir Dir sicher nichts Neues.

Aber wie nutzt Du Dein XING-Profil jetzt effektiv für Deine Karriere? Wie machst Du Recruiter auf Dich aufmerksam? Wie schaffst Du es, für Positionen angesprochen zu werden, die Dich auch wirklich interessieren? Und wie gehst Du mit Jobangeboten um, wenn Du doch eigentlich gerade ganz zufrieden in Deinem aktuellen Job bist?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir Dir hier ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen Du Dein XING-Profil zu Deinem Karrieresprungbrett machst.

Sei für Deine Zielgruppe sichtbar

Auf XING lässt sich sehr genau einstellen, wie “sichtbar” ein Profil sein soll – und mit welchen Informationen. So kannst Du z.B. festlegen, ob Dein Profil auch für nicht XING-Mitglieder über Suchmaschinen gefunden wird und wer welche Details einsehen kann. Grundsätzlich gilt: Je sichtbarer Dein Profil ist, umso einfacher ist es für Recruiter, Dich zu finden. Professionelle Recruiter haben sog. “Talentmanager”-Profile. Für diese  kannst Du sogar gezielt Dokumente wie Deinen Lebenslauf oder Zertifikate zur Einsicht freigeben.

Grundsätzlich macht es aber Sinn, Dein Profil so offen wie möglich zu gestalten. Denn wieso sollte man ein berufliches Profil verstecken wollen? Je sichtbarer Du bist, umso einfacher ist es auch für Geschäftspartner, Dich via XING zu finden und mit Dir in Kontakt zu treten bzw. zu bleiben.

Runde Dein Profil mit einem professionellen Foto ab

XING bietet Dir die Möglichkeit, ein Foto in Dein Profil einzubinden. Grundsätzlich gelten in beruflichen Netzwerken für Fotos dieselben Regeln, wie bei Deinem Lebenslauf: Es steht Dir vollkommen frei, ob Du ein Foto hochlädst oder nicht. Für Recruiter ist ein fehlendes Foto kein Ausschlusskriterium, aber ein Foto macht Dein Profil – auch für Geschäftspartner – gleich ein wenig sympathischer und seriöser.

Wenn Du Dich für ein Foto entscheidest, achte darauf, dass es möglichst aktuell und professionell ist. Wichtig: das Foto sollte zu den Stil-Erwartungen Deines Wunschberufs und der Branche passen.

Nutze den beruflichen Steckbrief unter Deinem Namen

Unter Deinem Namen hast Du die Möglichkeit einen kurzen beruflichen Steckbrief mit Deiner aktuellen Tätigkeit, Deinem Arbeitgeber, Deinem beruflichen Status sowie Deiner beruflichen und akademischen Ausbildung einzufügen. Dieser Teil wird Recruitern bei der Suche immer mit als erstes angezeigt aber leider viel zu häufig von XING-Mitgliedern vernachlässigt. Halte Deinen XING- Steckbrief immer aktuell! Wenn sich z.B. Deine Berufsbezeichnung geändert oder Dein Tätigkeitsfeld geändert haben, ändere dies nicht nur in Deiner Berufserfahrung, sondern auch in Deinem Steckbrief.
Warum? Wenn ein Recruiter eine Managementposition besetzt, wird er in der Regel nicht das Profil von jemanden öffnen, in dessen Steckbrief unter beruflicher Status „Student“ vermerkt ist…

Definiere Deine Karrierewünsche genau

Unter diesem Punkt Karrierewünsche kannst du Angaben zum Karrierestatus (bist Du an Angeboten interessiert oder nicht), zu Deinen Gehaltsvorstellungen, zu bevorzugten Arbeitsorten, Branchen und Tätigkeitsfeldern und zur Deiner Reisebereitschaft machen.

Je detaillierter Deine Angaben sind, desto einfacher ist es für Recruiter, Dich einerseits im richtigen Kontext zu finden und andererseits, Dir passende Jobs anzubieten.

Mach sinnvolle Angaben in den Rubriken Ich biete und Ich suche

Gerade der Teil Ich biete ist für Recruiter besonders spannend. Hier machst Du Angaben zu Deinen Stärken und zu den Bereichen, bei denen Du Erfahrungen. Diese Angaben entscheiden auch darüber, wie schnell Dein Profil von einem Recruiter gefunden werden kann. Deshalb ergibt es Sinn, hier alle relevanten Erfahrungen in prägnanten Schlagworten wiederzugeben.

Achte bei Deinen Angaben immer auf eine korrekte Rechtschreibung. Nur so können Deine Schlagwörter auch gefunden werden.

So gestaltest Du Deine Angaben unter dem Punkt “Berufserfahrung” sinnvoll

Die Rubrik Berufserfahrung ähnelt sehr stark dem Lebenslauf und sollte mit gleicher Sorgfalt behandelt werden. Das ist die Rubrik, die die Recruiter – neben Deinen Angaben unter Ich biete – am meisten interessiert. Biete ihnen also an dieser Stelle etwas an.

Neben einer reinen Aufzählung der einzelnen Stationen, solltest also auch kurz beschreiben, was Deine Hauptaufgaben waren, welche besonderen Projekte Du betreut hast und welche Erfolge Du erzielen konntest. Gib auch immer die entsprechende Karrierestufe und Details zum Unternehmen (Größe, Branche etc.) mit an.

Achte außerdem darauf, dass sich Deine Angaben im XING-Profil und in Deinem Lebenslauf decken – Unstimmigkeiten hinterlassen andernfalls einen skeptischen Eindruck bei dem Recruiter.

Gib Sprachkenntnisse wahrheitsgemäß an

Bei den Sprachkenntnissen gilt dasselbe, wie auch schon bei den Angaben zur Berufserfahrung – sei ehrlich zu Dir selbst. Beim ersten Gespräch wird ein Schwindel auffliegen und Du wirst aus dem Bewerbungsprozess rausfliegen.

Diese Angaben sind in den Rubriken Ausbildung, Qualifikationen und Auszeichnung relevant

Hier gilt – genau wie im Lebenslauf – alle Angaben, die für Deine berufliche Karriere sinnvoll sind, sind auch relevant.

  • Unter dem Punkt “Ausbildung” reichen Angaben zum höchsten erreichten Bildungsabschluss und in den ersten Berufsjahren noch Angaben zur Berufsausbildung.
  • Unter Qualifikationen und Auszeichnungen zähle alle Zertifikate, Seminare und Auszeichnungen auf, die berufsrelevant sind.

Du befindest Dich aktuell in einem festen Arbeitsverhältnis?

Wenn Du Dein berufliches Online-Netzwerk clever nutzt, bist Du bei XING natürlich auch mit Kollegen und Vorgesetzten vernetzt. So soll es ja auch sein. Wenn Du Dich aus einem festen, unbefristeten Arbeitsverhältnis heraus, aktiv nach einem Job umsiehst, können aber gerade diese Kontakte problematisch werden. Bedenke – auch Dein Chef kann Deine Bewegungen auf XING verfolgen.

Um also unangenehme Personalgespräche zu vermeiden, suche nicht allzu offensichtlich nach einem Job über XING. Zumindest dann nicht, wenn Dein aktueller Arbeitgeber über Deinen Wunsch nach beruflicher Veränderung noch nicht informiert ist. Folgende Punkte gilt es in diesem Fall zu beachten:

  • Wähle unter dem Punkt Ihr aktueller Karrierestatus bei Karrierewünsche nicht Ich bin derzeit auf Jobsuche, sondern lieber “Ich bin zwar nicht auf Jobsuche, aber offen für Angebote”
  • Schreibe unter dem Punkt Ich suche nicht nach einem neuen Job in meinem Fachbereich oder Kontakt zu Recruitern.

Du bringst Erfahrung im Marketing mit? Dann schreib nicht einfach nur Marketing, sondern suche weitere Schlagwörter, die Deine Marketing-Erfahrung detailliert beschreiben, z.B SEO, Content Marketing, RTB, Social Media, etc.

Du hast Kenntnisse in unterschiedlichen Programmiersprachen? Dann gib sie alle an. Starte mit der Sprache, die Du am besten beherrschst bzw. mit der, in der Du bevorzugt arbeitest und arbeite Dich dann die Liste „runter”. Noch besser ist es, wenn Du zudem eine kurze Einschätzung zum Beherrschungsgrad machst, zum Beispiel “fortgeschritten”, “perfekt”, “Grundkenntnisse”.
Achte darauf, die Balance zwischen detailliert und völlig überladen nicht zu verlieren! Prüfe regelmäßig, ob alle angegebenen Kenntnisse und Erfahrungen auch für Deine Wunschpositionen wichtig sind. Zu viele „unwichtige“ Angaben können schnell dazu führen, dass Du für die falschen Positionen angesprochen wirst. Und das wird Dich nerven und die Recruiter frustrieren.
Wie auch schon im Lebenslauf angemerkt, ist es nicht unbedingt nötig, noch einmal explizit darauf hinzuweisen, dass Du mit den Microsoft-Office-Produkten vertraut bist (es sei denn, Du weißt das diese Tools für Deine präferierten Stellen häufig explizit abgefragt werden). Viel interessanter sind für Recruiter speziellere CRM-Tools und ähnliche spezifische Kenntnisse.

Sei aktiv

Es ist sinnvoll, bei XING Aktivität nachzuweisen. Gerade dann, wenn Du aktiv auf Jobsuche bist. So stellst Du es am besten an:

Hier kannst Du mit Gleichgesinnten zu fachlichen relevanten diskutieren, eigene Beiträge veröffentlichen, auf Dich aufmerksam machen und neue Kontakte knüpfen, die für Deine Karriere interessant sein könnten.
Vielleicht wird im Unternehmen Deiner Kontakte eine Stelle frei. Dann kann es gut sein, dass man sich an Dich erinnert und Dich empfiehlt. Dazu ist es natürlich wichtig, dass Du Deine Kontakte pflegst. Gratuliere z.B. zu Geburtstagen (diese zeigt XING Dir an) oder frage Deine Geschäftspartner, ob sie auch an der Messe XY teilnehmen. Sei aber bei Deinen Konversationen nicht zu aufdringlich.
Checke regelmäßig Dein Postfach. Es ist ärgerlich, wenn Du ein interessantes Jobangebot erhältst und die Stelle – nur, weil Du zu spät geantwortet hast – schon durch jemand anderen besetzt wurde.

Das beste Karrierenetzwerk bringt Dir nichts, wenn Du es nicht pflegst. Dabei kann es schon helfen – gerade dann, wenn Du nicht aktiv auf der Jobsuche bist – Dir einmal im Monat einen festen Termin zu setzen um Dein Profil wieder aufzufrischen.

An diesem Termin solltest Du dann für Dich selbst prüfen, …

  • … ob Deine letzte Angabe unter dem Punkt Berufserfahrung noch aktuell ist. Vielleicht hast Du ja den Arbeitgeber gewechselt oder innerhalb des Unternehmens eine neue Position eingenommen.
  • … ob Deine Angaben unter Ich biete und Ich suche soweit noch zutreffend sind und vor allem, ob sie zu den Stellen passen, die dazu interessant sind.

Trau Dich – sprich Recruiter aktiv Direkt an

Warum denn auch nicht? Im besten Fall haben sie zurzeit eine Stelle zu besetzen, die genau mit dem übereinstimmt, was Du suchst und Du hast schon mal einen Fuß in der Tür. Im schlimmsten Fall haben sie aktuell keine Position die zu Dir passt, kennen Dich aber jetzt und haben Dich für  passende Stellen zukünftig auf ihrem Radar.

Du wirst immer für die falschen Stellen angeschrieben?

Das ist lästig. Zum gefühlt 100. Mal erhältst Du ein Jobangebot für eine Position, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zu Dir passt? Stop! Durchatmen und bevor Du das Angebot jetzt ignorierst oder eine genervte Antwort formulierst, in der Du die Kompetenz des Recruiters in Frage stellst und Deinem Unmut so richtig Luft machst –  denke kurz über folgende Punkte nach:

  • Die wenigsten Leute haben die Zeit (geschweige denn Lust), Nachrichten zu Jobangeboten zu lesen, die sich über zwei Seiten erstrecken. Deshalb beschränken sich Recruiter in der ersten Ansprache i.d.R. auf die wichtigsten Fakten zur Stelle. Wenn die beworbene Position also nicht völlig aus der Richtung liegt, kann es sich für Dich lohnen, noch einmal detaillierte Informationen anzufragen. Vielleicht bietet Dir die vermeintlich unpassende Stelle ja doch genau die Entwicklungsmöglichkeiten, die Du eigentlich suchst.
  • Denk immer daran, Recruiter sind auch nur Menschen und Menschen machen leider Fehler. Wenn die Stelle also überhaupt nicht zu Dir passen sollte, ist der Recruiter für ein Feedback, warum sie nicht passt, sehr dankbar. Richtiggehend glücklich machst Du ihn, wenn Du dann auch noch mitteilst, was Du suchst. An dieser Stelle gilt wieder: „Je detaillierter, desto besser!“ Schreib dem Recruiter, welche Tätigkeiten für Dich interessant sind und was Du von Deinem zukünftigen Arbeitgeber erwartest. Mach auch ruhig Angaben zu bevorzugten Arbeitsorten, Gehaltswünschen und zu Deiner Reisebereitschaft. Je mehr Informationen der Recruiter hat, desto leichter wird es für ihn, Dich das nächste Mal für ein perfekt passendes Stellenangebot zu kontaktieren.
  • Wenn Du feststellst, dass unterschiedliche Recruiter Dich immer wieder für dieselbe „falsche Stelle“ anschreiben, frag doch einfach einmal nach, woran das liegt. Vielleicht werden bestimmte Passagen in Deinem XING-Profil falsch interpretiert und Du bekommst hilfreiche Profi-Tipps, wie Du Dein Profil optimal für Dich passend  aufbereiten kannst.

Du bist nicht auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber und von den Anfragen genervt?

Die gute Nachricht – Du hast offenbar ein gefragtes berufliches Profil und musst Dir um Deine Zukunft keine Sorgen machen.  Aber natürlich bist Du trotzdem auch genervt, schon klar. Teile dem Recruiter doch einfach kurz (und im Idealfall auch höflich) mit, dass Du bei Deinem jetzigen Arbeitgeber zufrieden bist und deshalb zurzeit kein Interesse an der Stelle hast. Natürlich ist es schade für Recruiter, wenn sie Dich nicht für eine Position gewinnen können. Aber wenn sie seriös arbeiten, freuen sie sich zu hören, dass Du in Deinem Job glücklich bist und werden nicht versuchen, Dich auf Biegen und Brechen vom Gegenteil zu überzeugen.

Du suchst nach Karrieremöglichkeiten im Ausland?

XING ist zwar im deutschsprachigen Raum sehr verbreitet und erfolgreich, aber auf dem internationalen Markt ist Linkedin das Maß der Dinge für berufliche Kontakte. Wenn Du also internationale Karrieremöglichkeiten suchst, solltest Du Dir – neben Deinem XING-Profil – auch ein Linkedin-Profil zulegen. Die Grundsätze sind die gleichen.

Und nicht vergessen

Wenn Du international Jobs suchst, sollte Dein Profil auch entsprechend auf Englisch sein, damit man Dich weltweit versteht 😉

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Nach was suchen Recruiter im Kandidatenprofil?

Nach was suchen Recruiter im Kandidatenprofil?

So lesen Recruiter Dein Karriere-Profil

Recruiter müssen eines beherrschen: das Überfliegen von Texten. Dies ist nicht nur das Lesen von Anschreiben und Lebensläufen wichtig, sondern auch beim Durchsuchen von Profilen sozialer Netzwerke wie Xing und LinkedIn. Wir wollen möglichst mit einem einzigen Blick sehen, ob ein Profil zu der Stelle passt, die wir besetzen wollen. Es heißt, dass ein Lebenslauf in 6 Sekunden überzeugen muss. Auch beim eigenen Profil im Netz geht es darum, den Leser in Sekunden davon zu überzeugen, dass sich ein genauerer Blick auf dein Profil lohnt.

Aber worauf schauen wir Recruiter eigentlich? Den einen goldenen Weg gibt es nicht. Denn je nach zu besetzender Position sind die Anforderungen unterschiedlich. Aber es gibt doch einige Punkte, die immer wichtig sind. Hier also die absoluten Dauerbrenner:

Die aktuelle Position

Was macht der Mensch gerade? An einem Blick auf die aktuelle Position führt kein Weg vorbei. Es gibt keinen einfacheren Weg , das Interesse eines Recruiters für ein Profil zu wecken. Doch dabei kann, aus der Sicht des wechselwilligen Kandidaten, schon einiges falsch gemacht werden. Die Position sollte möglichst vielsagend beschrieben sein. Einige Positionsbezeichnungen sind leider von Hause aus nicht sehr aussagekräftig, daher sollten sie zusätzlich umschrieben werden. Viele Menschen schreiben in ihr Profil zum Beispiel einfach “Teamleiterin” oder “Berater”. Das mag sachlich richtig sein, hilft dem Recruiter aber nicht unbedingt weiter. Schon mit einem weiteren Begriff werden die “Teamleiterin Vertriebsinnendienst” oder der “SAP-Berater” greifbar. Diese kleine Vorschau auf den Arbeitsbereich kann schon darüber entscheiden, ob beim Recruiter weiteres Interesse geweckt und die Skills näher betrachtet werden, oder ob man “überlesen” wird.

Die Skills

Bei den professionellen Fähigkeiten gibt es aus Sicht des Profile-scannenden Recruiters zwei unterschiedliche “Störfaktoren”: Zu wenig- und interessanterweise auch zu viel Information.

Die Positionsbeschreibung weist Recruitern zwar gut den Weg, aber so richtig sehen wir erst anhand der Skills, ob ein Kandidat auch wirklich gut zu einer zu besetzenden Position passt. So gewinnt zum Beispiel die Position “SAP-Berater” an Schärfe, indem in den Skills gezeigt wird, in welchen SAP-Modulen er sich besonders auskennt, ob er Inhouse-Beratung macht oder in Kundenprojekten national unterwegs ist.

Eine leere oder nur wiederholende Aufzählung der fachlichen Skills ist meist nichtssagend und kann sogar abschreckend wirken. Denn gute Recruiter wollen vor allem eines: Schnell und mit einem passenden Stellenangebot überzeugen. Daher sollte jede Ansprache auf guten Informationen beruhen. Also sollten die Skills ausführlich, präzise und vor allem in gängigen Formulierungen angegeben werden. Fließtext  ist da selten hilfreich, da er nicht so schnell wie Stichworte überflogen werden kann. Probier es selbst, was liest sich einfacher?

Das hier:

Ich bin ein erfolgreicher Berater für SAP, vor allem in den Modulen TM und EWM unterwegs,  manchmal mache ich aber auch noch ERP dazu. Ich bin auf technische Beratung spezialisiert, da gerade Inhouse aktiv.

Oder ist das hier übersichtlicher?

SAP-Beratung                    SAP TM             Inhouse Consulting

Technische Beratung        SAP EWM         SAP ERP (Basics)

Es ist eigentlich dieselbe Information. Die zweite Variante ist wegen ihrer Kürze und Übersichtlichkeit klar im Vorteil. Dabei ist die zweite noch nicht einmal wirklich sortiert.

Aber Vorsicht – viel hilft nicht immer viel. Wenn nämlich eine lange Schlange aus Informationen aneinandergereiht wird, ist die Übersicht wieder dahin. Sobald die Liste der Skills drei Zeilen übersteigt, wird kaum noch ein Recruiter das finden, was im Speziellen gesucht ist. Die Devise lautet: Ordentlich, auf die absoluten Stärken fokussiert und damit übersichtlich.

Die Erfahrung

Die aktuelle Position ist für Recruiter ein erster Wegweiser. Die professionellen Fähigkeiten lassen geeignete Kandidaten auch dann finden, wenn die aktuelle Position womöglich einen etwas ausgefalleneren Titel trägt. Für Recruiter zählt bei beinahe allen Besetzungen neben den fachlichen Fähigkeiten vor allem auch die Berufserfahrung. Welche Erfahrung hat der Kandidat allgemein gesammelt und welche im Speziellen, die zur aktuell gesuchten Position passen.

Die Kriterien sind dabei so verschieden wie die Stellenanforderungen selbst. Mal werden Menschen gesucht, die am Anfang ihrer Karriere stehen und als Berufseinsteiger erste Erfahrungen im Arbeitsalltag sammeln wollen. Für eine anspruchsvolle Führungsaufgabe wiederum wird es ohne ein gewisses Maß an Berufs- und Führungserfahrung nicht gehen.

Aber wo liegt das richtige Maß? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten und macht den eigentlichen Teil der Arbeit im Recruiting aus. Damit sind wir am für den Recruiter entscheidendsten Punkt, dem stimmigen Gesamtbild.

Das Gesamtbild

Ein Stellenprofil ist eine Schablone. Gut formulierte Anforderungen lassen aber Spielräume, denn kaum ein Mensch passt mit den individuellen Leistungen und den eigenen Karrierewegen in eine starre Form. Recruiter suchen nach Ansatzpunkten für vielversprechende Profile, hinter denen für die aktuelle Suche fachlich, persönlich und charakterlich geeignete Menschen stehen. Die Profile in den sozialen Netzwerken sind dabei der erste Schritt, es kommt auf die gesunde Mischung der oben genannten Punkte an.

Jedes Profil lässt sich daraufhin optimieren: Es sollte klar die professionelle Karriere in ihrem Verlauf spiegeln. Alle relevanten Kenntnisse sollten enthalten sein und vor allem auf die Karrierechancen abgestimmt, die man vielleicht aktuell nicht aktiv sucht, aber sich doch gerne einmal anhören würde. Man weiß ja nie, was für ein Angebot einem überraschend ins Haus fliegt. Und natürlich sollte das Profil aktuell sein und bei beruflichen Veränderungen zeitnah angepasst werden.

Viel Erfolg bei der Aktualisierung.

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Diese drei Verhaltensweisen solltest Du beim ersten Telefoninterview auf jeden Fall vermeiden!

Diese drei Verhaltensweisen solltest Du beim ersten Telefoninterview auf jeden Fall vermeiden!

Bevor Du zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen wirst, wird immer öfter vorbereitend ein Telefoninterview geführt. So können sich beide Seiten einen ersten Eindruck verschaffen. Der Bewerber erhält Informationen zu dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Position, der Recruiter erhält fachliche Eindrücke sowie die ersten persönlichen Noten des Bewerbers. Doch Vorsicht – gern wird das Telefoninterview unterschätzt.

Mit den folgenden Tipps schaffst Du dir eine solide Grundlage für einen erfolgreichen Gesprächsverlauf

Selbst bei einem Telefoninterview, bei dem sich die Gesprächspartner in der Regel ja nicht sehen, haben Dein Umfeld, Deine Körperhaltung und sogar Deine Kleidung Einfluss auf Dein Interviewverhalten. Der Interviewer kann durch Geräusche im Hintergrund erkennen, wie fokussiert Du bist. Der Fernseher, das Radio oder andere störende Geräte sollten daher ausgeschaltet sein. Während des Interviews zu rauchen, den Abwasch zu tätigen oder sich gar im Badezimmer aufzuhalten, gilt es ebenfalls zu vermeiden. Ganz grundsätzlich ist es unhöflich, Deinem Gesprächspartner nicht die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Dies gilt auch für ein Telefoninterview. Genauso wirkt es sich negativ auf Deine Gesprächsart aus, wenn Du im Bett oder auf dem Sofa liegst, statt zu sitzen oder zu stehen. So ist es eben auch ein Unterschied, ob Du Deine Arbeitskleidung trägst oder im Schlafanzug telefonierst. All diese Faktoren haben einen unbewussten Einfluss auf Dich und werden von dem Recruiter verzeichnet und bewertet.
Was von dem Recruiter natürlich ebenfalls  verzeichnet wird, ist, wie Du ihn behandelst. Flirtversuche oder gar abwertendes Verhalten sind an dieser Stelle eine äußerst schlechte Entscheidung. Noch ist der Recruiter schließlich eine fremde Person. Im übrigen die Person, die entscheidet, ob es für Dich im Bewerbungsprozess weiter geht – oder eben nicht. Die einfache Alltags-Regel gilt auch hier – behandle Dein Gegenüber so, wie Du selbst behandelt werden möchtest, freundlich und mit Respekt.
Ebenfalls unangebracht sind “schnippische” Belehrungen zu fachlichen Details Deines Berufs. Ein guter Recruiter bereitet sich auf das Gespräch intensiv vor, kann aber nicht Spezialist für jede Position sein, für die er Personal sucht. Gerade dann, wenn Dein Aufgabenfeld sehr speziell ist, kannst Du nicht erwarten, dass er sich zu 100% damit auskennt – sonst hätte er ja den selben Job wie Du und nicht den des Recruiters :). Jedoch kannst Du gerne nachfragen wie gut er sich mit diesem Themenfeld auskennt und dementsprechend anbieten, bestimmte Sachverhalte mehr zu erläutern bzw. verständlicher zu erzählen. Es wird kaum einen Recruiter geben, der nicht dankend annehmen wird, auf die Art mehr Wissen über eine Position zu erwerben.

Wie soll ich mich stattdessen verhalten?

Du solltest Dich im Telefoninterview am besten genauso verhalten, als würdest Du Deinem Gesprächspartner gegenüber sitzen. Achte auf Deine Sprache und Haltung. Bereite Dich detailliert vor, kleide Dich passend, setze Dich an einen Tisch und vermeide Störungen. Sei höflich und vor allem lächle! Wenn Du diese Ratschläge berücksichtigst, wirst Du ein angenehmes entspanntes Telefonat führen und einen guten Eindruck hinterlassen.

Hast Du Lust, Dich mal wieder in das Interview-Abenteuer zu stürzen? Dann wirf doch mal einen Blick auf die Stellenprofile in unserem Jobportal unter: http://www.interim-group.de/jobportal/

Unsere Recruiter freuen sich auf das Telefonat mit Dir!

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Warum auch Du von einem Telefoninterview profitierst!

Warum auch Du von einem Telefoninterview profitierst!

Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse… die Bewerbung ist abgeschickt – nächster Schritt: persönliches Kennenlernen! So kennst Du den Recruiting-Prozess? Ja, das ist gängige Praxis – obwohl es sich im Alltag nicht immer bewährt. Daher etablierte sich ein zusätzlicher, vorgelagerter Prozess: das telefonische Interview (alternativ auch per Video-Telefonie).

Das Telefoninterview stellt ein erstes Kennenlernen zwischen Recruiter und Kandidaten dar und dauert im Durchschnitt zwischen 20-40 Minuten. Im Mittelpunkt stehen die gegenseitigen Erwartungen, ein erstes Intro zu Deiner beruflichen Laufbahn und Expertise sowie das Besprechen von Eckdaten wie Kernaufgaben der Position, Deine Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung.

Du hast Dich gar nicht beworben, sondern wurdest über Soziale oder Business Netzwerke kontaktiert? Dann wirst Du nach einer positiven Antwort von Dir mit großer Sicherheit auch eine Einladung zu einem telefonischen Gespräch erhalten. Dieser Schritt stellt für den Recruiter eine wichtige Möglichkeit dar, Dir in einem unverbindlichen Gespräch alle Details zur vakanten Position zu geben. Außerdem kann gemeinsam herausgefunden werden, ob die Stelle ein guter Match für deine Karriere darstellt.

Welche Vorteile bringt Dir ein vorgelagertes Telefoninterview?

Bevor Du Dir einen Urlaubstag nimmst und Zeit für Styling, Anfahrt und Gespräch investierst, lässt sich hingegen ein telefonisches Interview oft in den Berufsalltag integrieren (z. B. in der Mittagspause). Der Recruiter kann zudem erfolgskritische Fragen stellen, um besser einschätzen zu können, ob es für beide Seiten Sinn ergibt, in ein zeitintensives persönliches Gespräch zu gehen.
Du hast dich für eine Stelle in einer anderen Stadt oder gar in einem anderen Land beworben? Dann bietet sich ein telefonisches oder Video-Interview an. Das spart vor allem Reisekosten (insbesondere dann, wenn ein Unternehmen die Kosten nicht oder nur zu einem Teil übernimmt).
Teile es dem Recruiter im Telefoninterview einfach mit. Er wird Dir sogar dankbar für Deine Ehrlichkeit sein und gegebenenfalls stellt sich sogar heraus, dass eine andere Position im Unternehmen viel besser passt.

Dein nächstes Telefoninterview ist terminiert? Tipps zur optimalen Vorbereitung aus erster Hand von einem Recruiter, wirst Du in einem unserer nächsten Beiträge finden.

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Arbeitsmarktengpässe – Teil 1

Arbeitsmarktengpässe – Teil 1

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich in den Jahren 2015 und 2016 gut entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück und erreichte ein Niveau wie kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Sehr positiv hat sich auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entwickelt und lag zuletzt deutlich über 31 Millionen. Damit waren in Deutschland so viele Menschen beschäftigt wie noch nie.

Trotzdem tun sich manche Unternehmen mit der Besetzung ihrer Positionen schwer – Woran kann das liegen und wie kann man diese Probleme lösen?

1. Der sogenannte Fachkräftemangel ist in „aller Munde“. Laut der Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung vom Juni 2016 dauerte die Besetzung von Experten, Spezialisten und Fachkräften deutlich länger, als noch im Vorjahr (2014). Das lässt darauf schließen, dass der Bedarf hier nicht gedeckt ist und Unternehmen keine passenden Kandidaten finden.

2. Problematisch kann auch die Organisation von Besetzungsverfahren sein. Oft wird der Bedarf an Mitarbeitern erst kurzfristig erkannt und somit die Stellenanzeige erst erstellt und veröffentlicht, wenn es längst „brennt“. Zudem werden oft nur passive Wege genutzt, die die „richtigen“ Kandidaten nicht immer erreichen. Außerdem werden viele Kandidaten durch (technisch) standardisierte Auswahlverfahren wie Assessmentcenter, fachliche Aufgabenstellungen, etc. aussortiert, die oft geeignet wären, aber nicht ins Schema passen.

3. Viele Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständige sowie sogenannte „Hidden Champions“, sind bei potentiellen Kandidaten, die sie gern ansprechen möchten, nicht bekannt. So werden sie oft von diesen Kandidaten nicht als potentieller Arbeitgeber wahrgenommen.

4. Als Problem entpuppt sich oft auch die geringe Attraktivität eines Arbeitgebers. Das kann beispielsweise aus unflexiblen Arbeitszeiten, befristeten Verträgen, fehlenden Benefits, einer schlechten Vereinbarkeit von Privatleben bzw. Hobbys und Beruf, etc. resultieren. Besonders Unternehmen, die in einem wenig attraktiven Berufsfeld agieren (z. B. Waffenindustrie, Erotikbranche, etc.) haben hier spezielle Probleme.hrgenommen.

Wenn ein Unternehmen solche Tipps berücksichtigt, sind offene Positionen schneller besetzt. Insbesondere die Thematik „Arbeitgeberattraktivität“ vermindert zudem die Fluktuationsrate und verhindert somit die Notwendigkeit von vielen Nachbesetzungen.

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Arbeitsmarktengpässe – Teil 2

Arbeitsmarktengpässe – Teil 2

In Teil 1 unseres Beitrags “Arbeitsmarktengpässe 2017” haben wir bereits einige Gründe für das Scheitern von Einstellungsprozessen aufgeführt und Anregungen gegeben, wie sich Fehler vermeiden lassen. In Teil 2 haben wir noch weitere Fallstricke und Lösungsansätze behandelt, die Ihnen hoffentlich dabei helfen können, die optimalen Voraussetzungen für die erfolgreiche Besetzung vakanter Stellen zu schaffen.denn je.

1.  In manchen Fällen scheitert eine Einstellung aufgrund fehlender Kompromissbereitschaft in Vertragsverhandlungen seitens der Arbeitgeber.

2. Immer wieder kommt es vor, dass der Arbeitgeber seinen Sitz in kleineren Orten hat und dass es dementsprechend schwer ist, qualifiziertes Personal dazu zu überreden, dorthin zu ziehen. Somit kann die verfügbare Auswahl passender Kandidaten sehr stark eingegrenzt sein.

3. Manchmal kommt es vor, dass sich erst im Nachhinein herausstellt, dass ein Kandidat doch nicht den Erwartungen standhalten kann. In Extremfällen kann das auch zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen, aber meistens wird dadurch die Einarbeitungsphase deutlich länger, als ursprünglich geplant.

4. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es den demografischen Wandel gibt. Viele Unternehmen spüren, dass ihre Belegschaft älter wird. Vor allem, wenn eine Pensionierungswelle ansteht, könnte das zu großen Problemen führen, die ohne gute Vorbereitung schwer zu bewältigen sind. Es kann zu massiven Know-how-Verlust und Fachkräftemangel im Unternehmen kommen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es viele Herausforderungen bei der Suche und Einstellung nach passendem Personal gibt. Wenn man diese Tipps jedoch im Hinterkopf behält und sich Gedanken macht, wie man den perfekten Kandidaten findet, wird die Suche auch trotz eines möglichen Arbeitsmarktengpasses einfach zu bewältigen sein.

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Der IT Arbeitsmarkt

Der IT Arbeitsmarkt

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es in Deutschland rund 51.000 Vakanzen allein im IT-Bereich, welche unbesetzt bleiben. Verglichen mit der Zahl aus dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um fast 20%. IT-Spezialisten sind somit gefragter denn je.

Ob IT-Dienstleister, Softwareanbieter oder Hardware-Hersteller – alle suchen sie händeringend nach qualifizierten IT-Spezialisten. Dabei stehen vor allem Software-Entwickler, IT-Berater, IT-Administratoren sowie IT-Sicherheitsexperten im Fokus.

Wie wichtig wird die Informationstechnologie in der Zukunft sein?

Aufgrund zunehmender Digitalisierung und der immer stärkeren Vernetzung durch das Internet wird der Einsatz von IT eine zunehmend entscheidende Rolle einnehmen. Kaum ein Unternehmen wird in der Zukunft um den Einsatz von aktuellen Technologien herumkommen, besonders, wenn man „Up-to-Date“ bleiben und wirtschaftlich mit der Konkurrenz mithalten möchte.

Parallel dazu geht seit dem IT-Boom auch der Trend bei Studierenden in Richtung Informatik-Studium. Dies konnte auch die „dot-com-Blase“ nur minimal beeinflussen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt deutlich, dass der IT-Sektor viele Jobs mit Zukunft bietet – für Frauen und für Männer.

Was zeigt uns diese Entwicklung in Bezug auf den Fachkräftemangel?

Zum aktuellen Zeitpunkt müssen wir erst einmal klarstellen, dass sich kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland abbilden lässt. Jedoch lassen sich vereinzelte Engpässe in Berufen mit technischem Fokus und in der Gesundheitsbranche erkennen. Vor allem zeigt es sich immer wieder, wie schwierig es ist, technische Berufe zu besetzten. Das gilt sowohl auf Expertenebene als auch bei nichtakademischen Fachkräften. Besonders betroffen vom Engpass ist die Fahrzeugbau-Branche, aber auch die Metall- und die Elektrotechnik Branche.

Worauf ist diese Entwicklung zurückzuführen?

Der demographische Wandel sowie die hohe Arbeitnehmernachfrage der Unternehmen aber auch die zunehmende Beschäftigungsentwicklung lassen uns denken, dass in Deutschland ein Fachkräftemangel existiert. Doch sind tatsächlich schon alle Möglichkeiten erschöpft? Eine bessere Integration von Frauen, Älteren und der bereits vorhandenen hoch qualifizierten Immigranten werden uns zeigen, dass sich die Digitalisierung sowie der demographische Wandel wunderbar ergänzen können.

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Richtig kündigen

Richtig kündigen

Es ist soweit. Der innere Schweinehund ist überwunden, das Gedankenkarussell beendet und Deine Entscheidung steht fest: ich kündige!

Doch was steht Dir in dieser Situation zu und was solltest Du beachten?

Ich gebe Dir mit diesem Artikel einen kurzen Überblick, der Dir in Momenten der Unsicherheit Sicherheit geben soll.

Wie soll ich die Kündigung formulieren?

Kurz, sachlich und formell. Von allzu kreativen Formulierungen solltest Du bei Deinem  Kündigungsschreiben die Finger lassen. Ein deutliches „hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag zum Datum“, reicht völlig aus. Bitte um die Bestätigung des Erhalts Deiner Kündigung sowie die baldige Erstellung eines Arbeitszeugnisses. Eine Kündigung solltest Du im besten Fall immer persönlich überreichen.

Muss ich die Kündigungsfrist wirklich auf den Tag genau einhalten?

Ja, das musst Du! Wichtig ist hierbei übrigens, wann Dein Kündigungsschreiben beim Arbeitgeber eingeht und nicht, welches Datum Du in dem Schreiben angegeben hast. Du kennst Deine Kündigungsfrist nicht? Ein Blick in Deinen Arbeitsvertrag bringt Klarheit. Mitunter können die Kündigungsfristen je nach Arbeitgeber stark variieren.

Solltest Du die Kündigung doch als Brief per Post senden, dann sende ihn im Idealfall als Einwurf-Einschreiben. So kannst Du nachweisen, dass Deine Kündigung fristgerecht eingegangen ist.

Was passiert mit meinem Urlaubsanspruch nach der Kündigung?

Keine Angst, Dein Urlaubsanspruch bleibt erhalten! Der verbleibende Resturlaub kann – sofern möglich – noch genommen werden. Urlaubsansprüche, die nicht bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses genommen wurden, können über einen Anspruch auf Urlaubsabgeltung mit der letzten Abrechnung abgegolten werden.

…juhu, letzter Tag – jetzt kann ich meinen Kollegen und meinem Chef mal so richtig die Meinung geigen…

Bloß nicht! Trenne Dich im Guten und bleibe Deinem aktuellen Arbeitgeber gegenüber professionell und fair. Denn wie heisst es so schön: Man begegnet sich immer 2 Mal im Leben. Deinen Chef solltest Du sobald wie möglich darüber informieren, dass Du das Unternehmen verlassen wirst und kündigen möchtest. Bewahre Stil und erkläre ihm ruhig und freundlich, warum Du gehst und Dich nach einer neuen beruflichen Herausforderung sehnst. Bleibe höflich und positiv: Bedanke Dich für die gute Zusammenarbeit und wünsche Deinem zukünftigen Ex-Chef und den Kollegen weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

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Phasen der Wechselbereitschaft

Phasen der Wechselbereitschaft

Im Büro herrscht schlechte Laune? Die Bezahlung könnte besser sein? Die Luft ist raus und überhaupt wäre es Zeit für etwas Abwechslung? Hast Du in der letzten Zeit auch an einen anderen Job gedacht? Falls ja – stehst Du damit gar nicht so alleine. Viele Menschen in Deutschland denken über einen beruflichen Tapetenwechsel nach.

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wechseln in den ersten 2 Jahren

Jede dritte Fachkraft wechselt innerhalb der ersten beiden Jahre den Arbeitgeber. Diese Zeit reicht aus, um das Unternehmen, das Team und die Aufgabe eingehend kennenzulernen. Wer nicht zufrieden ist oder ein besseres Angebot erhalten hat, spielt mit Wechselgedanken. Passt der Mix der Rahmenbedingungen nicht, wird ein Wechsel im kritischen zweiten Jahr immer attraktiver. Viele denken sich auch, dass ein Wechsel nach zwei Jahren im Lebenslauf nicht mehr schlecht aussieht und können somit neuen Schub für die eigene Karriere aufnehmen.

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wechseln nach 2 bis 5 Jahren

Nach zwei bis fünf Jahren zieht es jeden Vierten in Deutschland weiter. Für viele setzt in dieser Zeit ein Sättigungseffekt ein. Die eigene Aufgabe ist bekannt und es braucht neue Herausforderungen, um dem Trott zu entkommen. Dies kann das eigene Unternehmen natürlich auch oft bieten, aber für viele ist in dieser Zeit eine neue Aufgabe allein nicht genug. Vielleicht stecken sie auch in einer beruflichen Sackgasse.

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wechseln nach 10 oder mehr Jahren

Immerhin sind 17 Prozent nach zehn oder mehr Jahren zum Wechsel bereit und suchen eine neue Position. Das sind oft tiefgreifende Brüche, wo auch gerne noch einmal ein ganz neuer Weg eingeschlagen wird.

In Deutschland sind wir also weit davon entfernt, in unseren Jobs alt zu werden. Eine neue Herausforderung bringt viele Vorteile mit sich. Das muss nicht immer nur mehr Geld sein. Verwirklichung, Förderung und, sind wir mal ehrlich, mehr Spaß sind gute Gründe, an einen neuen Job zu denken.

Also, wenn der Schuh zu sehr drückt, dann ist vielleicht auch für Dich die Zeit für einen neuen Job gekommen.

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Habe ich den richtigen Job?

Habe ich den richtigen Job?

Man verbringt viel Zeit bei und mit der Arbeit. Daher ist es wichtig, sich wohlzufühlen – fachlich, menschlich, sozial, formal… Es gibt viele Gründe. Hast DU den richtigen Job?

Versuch es doch herauszufinden und stell Dir folgende Fragen:

Bist Du beispielsweise zufällig in ein Arbeitsfeld geraten und wolltest ursprünglich etwas ganz Anderes machen, kann Dich das irgendwann einholen. Ebenso ist es, wenn wirtschaftliche Zwänge Dich dazu bewogen haben, eine Stelle anzunehmen. Denn dann kam die Motivation für den Job von Anfang an nicht von innen heraus.

Dabei hilft Dir intrinsische Motivation ungemein. Irgendwann holt Dich die Frage “Was wäre wenn?” ein und Du grübelst vielleicht darüber, ob Du in einem anderen Job glücklicher wärst.

Kommst Du zufrieden nach Hause und hast das Gefühl, etwas geleistet zu haben? Gehst Du mit einem guten Gefühl ins Bett und freust Dich bereits auf den nächsten Arbeitstag?

Häufig ist das, was man am besten kann, auch das, was einem am meisten Spaß bereitet. Erzielst Du gute Ergebnisse und bist Du selbst mit Deiner Arbeit zufrieden?

Und teilt Dein Chef diese Meinung?

Wer unzufrieden mit dem eigenen Job ist, dem fällt bereits das Aufstehen schwer. Alles fällt einem schwer und man hat das Gefühl, sich regelrecht ins Büro schleppen zu müssen. Unzufriedenen Menschen graut es am Sonntag bereits vor Montag, denn ihnen fehlt die Motivation. Hier sind wir wieder beim Thema mentale Gesundheit – ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Es spielt nicht nur eine Rolle, was wir tun, sondern auch für wen wir es tun. Nur ein Arbeitnehmer, der sich mit dem Unternehmen, für das er arbeitet, identifiziert, ist auch bereit, sich zu engagieren und Top-Leistungen zu erzielen. Denn dann werden die Unternehmensziele zu den eigenen Zielen.

Solltest Du Dich beim Lesen dieses Artikels in einigen Punkten wiedererkannt haben, ist es vielleicht ratsam, Deinen aktuellen Job nochmal zu überdenken. Manchmal hilft bereits der Wechsel der Position und Aufgaben im Unternehmen, um zufriedener zu sein. Manchmal hilft nur eine drastische Veränderung, der Jobwechsel.

In diesem Sinne, frohes Schaffen! 🙂