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Nach was suchen Recruiter im Kandidatenprofil?

Recruiter müssen eines beherrschen: das Überfliegen von Texten. Dies ist nicht nur das Lesen von Anschreiben und Lebensläufen wichtig, sondern auch beim Durchsuchen von Profilen sozialer Netzwerke wie Xing und LinkedIn. Wir wollen möglichst mit einem einzigen Blick sehen, ob ein Profil zu der Stelle passt, die wir besetzen wollen. Es heißt, dass ein Lebenslauf in 6 Sekunden überzeugen muss. Auch beim eigenen Profil im Netz geht es darum, den Leser in Sekunden davon zu überzeugen, dass sich ein genauerer Blick auf dein Profil lohnt.

Aber worauf schauen wir Recruiter eigentlich? Den einen goldenen Weg gibt es nicht. Denn je nach zu besetzender Position sind die Anforderungen unterschiedlich. Aber es gibt doch einige Punkte, die immer wichtig sind.

Nach was suchen Recruiter im Kandidatenprofil?

So lesen Recruiter Dein Karriere-Profil

Recruiter müssen eines beherrschen: das Überfliegen von Texten. Dies ist nicht nur das Lesen von Anschreiben und Lebensläufen wichtig, sondern auch beim Durchsuchen von Profilen sozialer Netzwerke wie Xing und LinkedIn. Wir wollen möglichst mit einem einzigen Blick sehen, ob ein Profil zu der Stelle passt, die wir besetzen wollen. Es heißt, dass ein Lebenslauf in 6 Sekunden überzeugen muss. Auch beim eigenen Profil im Netz geht es darum, den Leser in Sekunden davon zu überzeugen, dass sich ein genauerer Blick auf dein Profil lohnt.

Aber worauf schauen wir Recruiter eigentlich? Den einen goldenen Weg gibt es nicht. Denn je nach zu besetzender Position sind die Anforderungen unterschiedlich. Aber es gibt doch einige Punkte, die immer wichtig sind. Hier also die absoluten Dauerbrenner:

Die aktuelle Position

Was macht der Mensch gerade? An einem Blick auf die aktuelle Position führt kein Weg vorbei. Es gibt keinen einfacheren Weg , das Interesse eines Recruiters für ein Profil zu wecken. Doch dabei kann, aus der Sicht des wechselwilligen Kandidaten, schon einiges falsch gemacht werden. Die Position sollte möglichst vielsagend beschrieben sein. Einige Positionsbezeichnungen sind leider von Hause aus nicht sehr aussagekräftig, daher sollten sie zusätzlich umschrieben werden. Viele Menschen schreiben in ihr Profil zum Beispiel einfach “Teamleiterin” oder “Berater”. Das mag sachlich richtig sein, hilft dem Recruiter aber nicht unbedingt weiter. Schon mit einem weiteren Begriff werden die “Teamleiterin Vertriebsinnendienst” oder der “SAP-Berater” greifbar. Diese kleine Vorschau auf den Arbeitsbereich kann schon darüber entscheiden, ob beim Recruiter weiteres Interesse geweckt und die Skills näher betrachtet werden, oder ob man “überlesen” wird.

Die Skills

Bei den professionellen Fähigkeiten gibt es aus Sicht des Profile-scannenden Recruiters zwei unterschiedliche “Störfaktoren”: Zu wenig- und interessanterweise auch zu viel Information.

Die Positionsbeschreibung weist Recruitern zwar gut den Weg, aber so richtig sehen wir erst anhand der Skills, ob ein Kandidat auch wirklich gut zu einer zu besetzenden Position passt. So gewinnt zum Beispiel die Position “SAP-Berater” an Schärfe, indem in den Skills gezeigt wird, in welchen SAP-Modulen er sich besonders auskennt, ob er Inhouse-Beratung macht oder in Kundenprojekten national unterwegs ist.

Eine leere oder nur wiederholende Aufzählung der fachlichen Skills ist meist nichtssagend und kann sogar abschreckend wirken. Denn gute Recruiter wollen vor allem eines: Schnell und mit einem passenden Stellenangebot überzeugen. Daher sollte jede Ansprache auf guten Informationen beruhen. Also sollten die Skills ausführlich, präzise und vor allem in gängigen Formulierungen angegeben werden. Fließtext  ist da selten hilfreich, da er nicht so schnell wie Stichworte überflogen werden kann. Probier es selbst, was liest sich einfacher?

Das hier:

Ich bin ein erfolgreicher Berater für SAP, vor allem in den Modulen TM und EWM unterwegs,  manchmal mache ich aber auch noch ERP dazu. Ich bin auf technische Beratung spezialisiert, da gerade Inhouse aktiv.

Oder ist das hier übersichtlicher?

SAP-Beratung                    SAP TM             Inhouse Consulting

Technische Beratung        SAP EWM         SAP ERP (Basics)

Es ist eigentlich dieselbe Information. Die zweite Variante ist wegen ihrer Kürze und Übersichtlichkeit klar im Vorteil. Dabei ist die zweite noch nicht einmal wirklich sortiert.

Aber Vorsicht – viel hilft nicht immer viel. Wenn nämlich eine lange Schlange aus Informationen aneinandergereiht wird, ist die Übersicht wieder dahin. Sobald die Liste der Skills drei Zeilen übersteigt, wird kaum noch ein Recruiter das finden, was im Speziellen gesucht ist. Die Devise lautet: Ordentlich, auf die absoluten Stärken fokussiert und damit übersichtlich.

Die Erfahrung

Die aktuelle Position ist für Recruiter ein erster Wegweiser. Die professionellen Fähigkeiten lassen geeignete Kandidaten auch dann finden, wenn die aktuelle Position womöglich einen etwas ausgefalleneren Titel trägt. Für Recruiter zählt bei beinahe allen Besetzungen neben den fachlichen Fähigkeiten vor allem auch die Berufserfahrung. Welche Erfahrung hat der Kandidat allgemein gesammelt und welche im Speziellen, die zur aktuell gesuchten Position passen.

Die Kriterien sind dabei so verschieden wie die Stellenanforderungen selbst. Mal werden Menschen gesucht, die am Anfang ihrer Karriere stehen und als Berufseinsteiger erste Erfahrungen im Arbeitsalltag sammeln wollen. Für eine anspruchsvolle Führungsaufgabe wiederum wird es ohne ein gewisses Maß an Berufs- und Führungserfahrung nicht gehen.

Aber wo liegt das richtige Maß? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten und macht den eigentlichen Teil der Arbeit im Recruiting aus. Damit sind wir am für den Recruiter entscheidendsten Punkt, dem stimmigen Gesamtbild.

Das Gesamtbild

Ein Stellenprofil ist eine Schablone. Gut formulierte Anforderungen lassen aber Spielräume, denn kaum ein Mensch passt mit den individuellen Leistungen und den eigenen Karrierewegen in eine starre Form. Recruiter suchen nach Ansatzpunkten für vielversprechende Profile, hinter denen für die aktuelle Suche fachlich, persönlich und charakterlich geeignete Menschen stehen. Die Profile in den sozialen Netzwerken sind dabei der erste Schritt, es kommt auf die gesunde Mischung der oben genannten Punkte an.

Jedes Profil lässt sich daraufhin optimieren: Es sollte klar die professionelle Karriere in ihrem Verlauf spiegeln. Alle relevanten Kenntnisse sollten enthalten sein und vor allem auf die Karrierechancen abgestimmt, die man vielleicht aktuell nicht aktiv sucht, aber sich doch gerne einmal anhören würde. Man weiß ja nie, was für ein Angebot einem überraschend ins Haus fliegt. Und natürlich sollte das Profil aktuell sein und bei beruflichen Veränderungen zeitnah angepasst werden.

Viel Erfolg bei der Aktualisierung.