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Die sieben Tücken der Körpersprache im Interview als Bewerber

“Jetzt bloß nichts falsch machen.” Das denken eigentlich alle Bewerber, wenn es zum Vorstellungsgespräch geht. Zig Ratgeber sind gut gefüllt mit mannigfaltigen Tipps, die von Bewerbern unbedingt berücksichtigt werden sollten. Es gibt hier eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte ist, auch die Körpersprache kann im Interview einige falsche Signale an die Personaler, Geschäftsführer und Hiring Manager senden. Und das nicht einmal bewusst, das macht es ja so schwer.

Die sieben Tücken der Körpersprache im Interview als Bewerber

Jetzt bloß nichts falsch machen. Das denken eigentlich alle Bewerber, wenn es zum Vorstellungsgespräch geht. Zig Ratgeber sind gut gefüllt mit mannigfaltigen Tipps, die von Bewerbern unbedingt berücksichtigt werden sollten. Es gibt hier eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte ist, auch die Körpersprache kann im Interview einige falsche Signale an die Personaler, Geschäftsführer und Hiring Manager senden. Und das nicht einmal bewusst, das macht es ja so schwer.
Diese Tipps werden Dir dabei helfen, ungewollte unvorteilhafte Signale zu vermeiden.

  • Fehlender Augenkontakt

    Zu einem soliden Handschlag gehört auch ein fester Augenkontakt. Mit diesem setzt Du den Grundstein für den Aufbau einer persönlichen Beziehung zu Deinem Gegenüber. Hierbei gilt: durchziehen. Im gesamten Verlauf des Gesprächs wird Dein offener Blick dem Gesprächspartner das Gefühl geben, dass Du aufmerksam, selbstbewusst und involviert bist. Darüber hilft Dir der Augenkontakt auch dabei, die Signale Deines Gegenübers zu lesen.

  • Schwacher Handschlag

    Jedes Gespräch beginnt mit einer Begrüßung. In unserem Kulturkreis bedeutet das meist, dass man sich die Hand gibt. Hier lauert auch direkt die erste Tücke. Menschen leiten aus der Körpersprache wichtige Erkenntnisse ab. Ein schwacher Handschlag wird oft als wenig verbindlich und mangelnde Durchsetzungsstärke interpretiert. Ganz egal, ob dem wirklich so ist. In den meisten Fällen ist es besser, im Zweifel lieber durch einen etwas stärkeren Handschlag aufzufallen, als durch einen schwachen. Wichtig: immer das Gegenüber im Auge behalten und nicht versehentliche eine greise hand zerquetschen. Denn das kommt auch nicht so gut an.

  • Fehlendes Lächeln

    Du musst nicht mit einem Dauerlächeln im Gespräch sitzen, das einfach nur künstlich wirkt. Aber ein offenes Lächeln fördert die Beziehung zu Deinem Gesprächspartner. Ein Lächeln verbindet. Es schafft auch einen gemeinsamen Nenner, von dem aus alle weiter arbeiten können. Wenn Du hingegen nicht lächelst, wirkst Du nicht selten steif und vielleicht sogar abwesend. Das ist in der Regel nicht der Eindruck, den Du hinterlassen willst. Tipp: Check vor dem Termin nochmal fix, dass keine Mittagsreste zwischen den Zähnen klemmen. Das könnte irritierend wirken. Kein Spiegel zur Hand? Selfietime

  • Häufiges, starkes Nicken

    Natürlich solltest Du zeigen, dass Du am Gespräch teilnimmst, Dich dafür interessierst und alles verstehst. Du kannst Deine Aufmerksamkeit schon mit einem Blick oder einem Lächeln signalisieren – meistens nicken wir aber mit dem Kopf. Das ist beinahe ein Reflex. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. In der Situation eines Vorstellungsgesprächs willst Du natürlich jederzeit Aufmerksamkeit ausdrücken. Schnell kann das aber nach hinten losgehen, wenn Du unnatürlich stark und oft nickst. Dann wirkt es aufgesetzt, sogar erzwungen.

  • Nervöses Ausweichverhalten

    Du bist angespannt und das ist auch gut so. Nervosität hilft Dir in der Regel, Dich auf die Situation vorzubereiten und sie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie schärft Deine Sinne. Die Nervosität wird aber zu hinderlicher Körpersprache, wenn Du beispielsweise mit Deinem Haar spielst, es vielleicht verträumt um Deinen Finger drehst. Andere wischen sich oft mit der Hand durchs Gesicht oder klopfen mit den Fingern auf dem Tisch. Das sind alles Wege, in denen sich die Nervosität ein Ventil sucht. Das macht sie aber nicht besser. Achte darauf, dass Du Deine nervösen Gedanken und das Ausweichverhalten möglichst schnell nach der Begrüßung ablegst. Tipp: Wenn Du es gar nicht kontrollieren kannst oder Dir zappeln hilft, versuche es auf die Füße unter den Tisch zu lenken. So bleibt Deine Nervosität eher unbemerkt.

  • Gebückter Oberkörper

    Hiring Manager, genauso wie Personaler, bevorzugen ein dynamisches Gespräch und solche Kandidaten, die Energie ausstrahlen. Nichts steht dem so sehr im Wege wie ein stark gebeugter Oberkörper. Der wirkt, als wärst Du in Dich zusammen gefallen. Das ergibt sich manchmal durch die Aufregung im Gespräch. Oder aber auch von Beginn an, wenn Du Dich nicht sicher fühlst. Wenn Du dann auch noch merkst, dass Deine Körperhaltung die Gesprächspartner beeinflusst, begibst Du Dich in einen Kreislauf. Du solltest Dich wohlfühlen und nicht steif auf dem Stuhl sitzen, aber frage Dich regelmäßig, ob Du noch die richtige Körperspannung hast. Tipp: Stelle Dir vor, eine kleine Schnur wäre am höchsten Punkt Deines Kopfes befestigt und jemand würde diese leicht gerade nach oben ziehen. Dadurch richtet sich Dein ganzer Körper automatisch auf und du glänzt mit einer perfekten Haltung.

  • Überkreuzte Arme

    Ein Interview sollte in einer offenen und freundlichen Atmosphäre stattfinden. Mit überkreuzten Armen erreichst Du dieses Ziel leider nicht. Wir alle wissen manchmal nicht,  wohin mit den Händen. Ob sie nun auf den Tisch sollen oder in den Schoß – der denkbar ungünstigste Weg ist es, die Hände verschränkt in Deinen Achselhöhlen zu vergraben. Das wirkt verschlossen und abweisend. Zudem dürfte es dort recht feucht sein, wenn Du aufgeregt bist. Du baust damit eine physische Hürde zwischen Dir und Deinen Gesprächspartnern auf, die Du dann selbst wieder überwinden musst.

Aber wo ist eigentlich die versprochene gute Nachricht geblieben, fragst Du Dich jetzt als aufmerksamer Leser, der Du eben bist. Hier ist sie: Du kannst Deine Körpersprache im Vorfeld trainieren, immer wieder anpassen und auch anfängliche Fehler korrigieren, indem Du Dich im Gespräch wieder fängst, sobald sich die erste Aufregung gelegt hat. Am Anfang wird über die meisten Fehler wohlwollend hinweg gesehen. Die erste Hürde hattest Du ja bereits genommen, sonst wärst Du jetzt nicht im persönlichen Bewerbungsgespräch.

Sind die Arme verschränkt? Öffne sie. Hast Du womöglich in der Begrüßung die Hand der Geschäftsführerin zu schwach gedrückt? Mach es beim Abschied einfach besser. Du kannst das! Und das mit dem Interview wird schon klappen. Wir glauben an Dich. Noch wichtiger ist aber, dass Du an Dich selbst glaubst!